Vorwärts zur 2. Bausaison am Landwehrkanal!

Der nächste Herbst kommt bestimmt

Am LWK rückt der Beginn der Bauphase II mit ihren fünf Hauptprojekten näher: Die Ausschreibungsunterlagen für die Fortsetzung der Verspundung am Corneliusufer in Mitte (Abschnitt 1), deren Leistungsbeschreibung das Verpressen mit integrierter Bohrhilfe (Crush Piling) vorsieht, soll in der kommenden Woche veröffentlicht werden; am Tempelhofer Ufer in Kreuzberg (Abschnitte 4 + 6) würden die Vorbereitungen der Firma Mette Wasserbau planmäßig laufen [mehr dazu unten!*], und auch am Maybachufer (Riedel-Angeleger Kottbusser Brücke), wo nächste Woche die letzten beiden Drucksondierungen zum Baugrundaufschluss erfolgen sollen, liege alles im Zeitrahmen: Die Kampfmittelräumung (KMR) sei ausgeschrieben, werde vier bis fünf Wochen in Anspruch nehmen, dürfe aber erst unmittelbar vor Baubeginn durchgeführt werden, weil −, ja weil sonst wieder Munition angeschwemmt werden könne.

Diese Aussage Tassilo Hennigers, Technischer Sachbearbeiter SB II, muss doch sehr verwundern, denn wir haben nicht gehört, dass am Cornelius- und Tempelhofer Ufer, wo seit der KMR immerhin schon ein Jahr ins Land gegangen ist, nun eine neue für nötig befunden würde. Nach unserm Dafürhalten kann sie mithin am Riedel-Anleger sofort nach Auftragserteilung erfolgen und sollte es auch aus folgendem Grund:

Erprobung des Crush Pilers nicht verzögern!

Denn was das fünfte Projekt betrifft, nämlich die Erprobung des Crush Pilers der Fa. GIKEN auf der nun wohl endgültig auf nur 50 Meter zusammengeschmolzenen Teststrecke am Paul-Lincke-Ufer (Höhe Bouleplatz), die von Anbeginn gegenüber den anderen Vorhaben immer weiter „nach hinten“ und in den Winter verschoben werden sollte, hatten die BürgervertreterInnen durchgesetzt und dafür zumindest mündliche Zusagen bekommen, dass die Arbeiten dort ebenfalls am 2. November beginnen. − Doch wenn nun die KMR am Riedel-Anleger angeblich erst fünf Wochen vor Baubeginn erfolgen darf, müsste sich die Arbeit an der Teststrecke zwangsläufig, aber eben nach unserer Meinung sachlich unbegründet, verzögern.

Ein Vorschlag zum Timing

Demgegenüber könnten die Druck- und Tiefensondierungen sofort nach ihrem Abschluss am Riedel-Anleger an der Teststrecke Paul-Lincke-Ufer fortgesetzt werden, also ab der 35. KW, gleichzeitig die KMR am Anleger erfolgen und danach entlang der Teststrecke weitergeführt werden. Dann aber wären beide Abschnitte − Anleger wie Teststrecke − zum geplanten Baubeginn am 2.11. vorbereitet.

Die Arbeitsdauer an der Teststrecke ist mit ca. zwei Wochen zu veranschlagen. Am 16.11. könnte diese Baustelle also abgeschlossen und beräumt sein und kein Hindernis mehr für die anderen Baustellen bilden, ja wäre wahrscheinlich fertig, noch ehe an den anderen so richtig begonnen wurde.

Das Entscheidende bei diesem Vorgehen aber wäre: Alle Beteiligten hätten einen wichtigen Erkenntnisgewinn!

Forumsbeschlüsse umsetzen!

Und noch etwas fordert unseren Einspruch: So als hätte es diesbezüglich keine Kontroversen und in der Konsequenz einen entsprechenden Forumsbeschluss gegeben, heißt es von Seiten des WSA: „Zur qualifizierten Evaluierung [des Crush-Piler-Tests am Paul-Lincke-Ufer] wird die BAW eingebunden.“ Auf Nachfrage wurde erklärt, das WSA betrachte eben die BAW als unabhängig. Wir haben wiederholt Erfahrungen gemacht, die uns hieran zweifeln lassen, und können vor allem angesichts der z.T. regelrecht an den Haaren herbeigezogenen Begründungen, womit eine Erprobung der GIKEN-Technologie gerade von Seiten der BAW-Vertreter vereitelt werden sollte, nicht hinnehmen, dass angesichts des Beschlusses in der 17. Forumssitzung vom 6. Juli, der da lautet: „Zur Evaluierung der so gesammelten Erkenntnisse wird seitens des WSA Berlin ein unabhängiger Gutachter in Vorbereitung, Durchführung und Auswertung einbezogen“, nun die BAW dieser unabhängige Gutachter sein soll. Der zitierte Beschluss sollte dies nämlich ausdrücklich verhindern. − Gleich ein Fall für Frau Dr. Ernst?

*Mette messen!

Mit Genugtuung haben wir im jüngsten WSA-Newsletter gelesen, dass bei den weiteren Baumaßnahmen am LWK die Fa. KSG gemäß Paragraph 3 der Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen (BaustellV) den Sicherheits- und Gesundheitsschutz (SiGeKo) koordinieren und die Einhaltung der getroffenen Maßnahmen überprüfen soll.

Besonders im Hinblick auf das weitere Wirken der Fa. Mette z.B. am Tempelhofer Ufer (Abschnitte 4 + 6) sehen BI/Verein BaL e.V. in dieser Hinsicht eine begleitende Validierung für unbedingt erforderlich, nämlich die Beauftragung von Messungen von Schadstoffemissionen wie Dieselruß und Feinstaub. Hier geht es nämlich vor allem auch um den Gesundheitsschutz der betroffenen Mitarbeiter. − Und wenn hierzu amtlicherseits keine Notwendigkeit gesehen wird, würden wir solche Messungen nötigenfalls auch selber beauftragen.

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