Abgeordneter ackert

Christian Ströbele pflanzt Birnbaum am Spreeufer

Unter Aufsicht

Unter Aufsicht

Als Zeichen für die Rückkehr zum Eigenanbau einheimischer Obstsorten für aktiven Klimaschutz, gegen den klimaschädlichen Import haltbar und dadurch geschmacks- und vitaminarm gemachter Früchte aus Chile oder Südafrika sowie für Öffentlichkeit und Offenhaltung eines 50 Meter breiten Spreeuferstreifens entgegen den Senats- und Investoreninteressen an einer Uferbetonierung hat der stellvertretende Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion, Hans-Christian Ströbele, unter vollem Körpereinsatz auf dem YAAM-Gelände nahe Stralauer Platz in Friedrichshain ein Birnbäumchen gepflanzt. Bezirksbürgermeister Franz Schulz beaufsichtigte die Arbeit.

Obstbaum-Pflanzung

Weitere Aktive

Andere Engagierte pflanzten Kirschbäume und weitere Obstsorten, ja sogar Wein.

Wollen wir hoffen, dass sie an einem märkischen Strand auch gedeihen. Dem Aushub wurde ein Drittel Pflanzerde beigemischt, auf dass der Sand „humös“ werde. Jetzt heißt es, ordentlich wässern, bis die Wurzeln das Grundwasser erreicht haben.

Ströbele ackert

Geschafft!

Ströbele beklagt das Verschwinden von Wirtschaftsgärten gerade auch im Stadtgebiet und die verbreitete Tendenz zu reinen Ziergärten, die oftmals mit zu viel exotischen Pflanzen und englischem Rasen ausstaffiert seien, was ökologisch auch für die hiesige Vogel- und Tierwelt fatale Effekte habe. „Hier kommt es tatsächlich auf eine Art Re-Kultivierung an“. − Das solle natürlich nicht heißen, dass er prinzipiell gegen Obst-Importe aus Übersee sei, zumal dann, wenn winters im Norden nichts wachse oder die regionale Ernte den Bedarf nicht decke. Doch auf Erdbeeren im Dezember, die auch nach einer Woche perfekt aussähen, aber nach wie vor nach sauren Äpfeln schmeckten, könne er auch abgesehen von CO2 und Energiebilanz sehr gut verzichten.

Obstbaum-Party (Der Film)

Mediaspree samt A100-Verlängerung versenken!

Carsten Joost von der BI Mediaspree Versenken, die diese Aktion unterstützte, schätzt derweil die Aussichten für ein Fortbestehen des YAAM an dieser Stelle durchaus günstig ein: der Bebauungsplan, der hier eine Freifläche vorsieht, sei inzwischen verlängert; selbst für die Bar 25 am Holzmarkt sei noch nicht aller Tage Abend und durch Grundstückstausch sowie einer geringfügigen räumlichen Verschiebung ein Kompromiss in Reichweite. Allmählich scheine Eigentümern wie Politikern doch noch zu dämmern, dass man diese kreativen und überaus beliebten Nutzungsformen nicht einfach kassieren könne.

Protestgrillen

Protestgrillen

Ebenso stehe es mit der geplanten Verlängerung der A100 gegen den erklärten Willen des Bezirks, juristische Klagen von potentiell Zwangsumgesiedelten und Naturschutzverbänden und den vielen Hunderten Einwänden von Betroffenen.

Neben der Linken beginne auch die SPD in dieser Frage zu schwanken, und deshalb gelte es, vor ihrem morgigen Landesparteitag (17.5.) in der Max-Taut-Aula auf dem Nöldnerplatz in Erprobung einer neuen Aktionsform mit einem Protestgrillen die Delegierten gewissermaßen in die richtige Richtung zu räuchern. − Und selbstverständlich wird auch Vegetarisches gegrillt.

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Alle, denen Mediaspree ebenso wie die A100-Verlängerung stinkt,
sind am Sonntag ab 15 Uhr, Nöldnerplatz herzlich eingeladen,
grillenderweise zurückzustinken!

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