Von einem lernenden System

Projekt und Struktur

Ein schönes Beispiel selbstreferentiell-hermetischen Verwaltungssprechs lieferte im Verlauf der 6. Sitzung des AK Sanierung am vergangenen Mittwoch (29.4.09) der sonst eher schweigsame Mitarbeiter der WSD Ost, Jan Hädicke. Aufgefordert, über die Ergebnisse des internen WSV-Workshops zu Projektmanagement und Kommunikation zu berichten, war von ihm nur zu erfahren, dass die Optimierung der Projektstrukturen behandelt wurde, um im Hinblick aufs Projektmanagement zu einer Neuaufstellung innerhalb der WSV zu gelangen. Die Arbeitsabläufe sollen effektiviert sowie zentrale bzw. jeweils passende Anlaufstellen eingerichtet werden, um eine Verbesserung der Ressourcenverteilung zu erreichen.

Der zunächst fürs Monatsende geplante Abschlussbericht sei sogar früher fertig und WSD-Chef Menzel bereits unterbreitet worden; nun bleibe allerdings abzuwarten, ob dieser die vorgeschlagenen Strukturänderungen absegne, was wiederum von der Möglichkeit, sie den bestehenden Verwaltungsstrukturen einzupassen, abhänge. Konkreteres konnten die BürgerverteterInnen ungeachtet ihrer offenkundigen Ungeduld nicht in Erfahrung bringen.

Neue Projektaufstellung zur Optimierung der Ressourcenverteilung

Man möge doch bitte, so Hädecke fast schon pikiert, die Tatsache nicht unterschätzen, dass die WSV damit auf dem Weg sei, die Strukturen der Projektaufstellung im WSA zu ändern − bzw. allererst welche zu schaffen, wurde daraufhin sogleich gespottet. Nach fachkundiger Meinung sollten diese Aufgaben inklusive Controlling, Evaluierung, Qualitätsmanagement und nicht zuletzt Qualitätstransparenz besser an ein unabhängiges externes Büro vergeben als WSA-intern durchgeführt werden.

Und wir möchten in diesem Zusammenhang auch noch mal an die besondere Dringlichkeit erinnern, mit der die Planstelle eines mit wirklichen Kompetenzen ausgestatteten Umweltbeauftragten geschaffen werden sollte, um Kriterien nicht nur der Umweltverträglichkeit, sondern − entsprechend den gewandelten rechtlichen Rahmenbedingungen − auch der ökologischen Optimierung und Nachhaltigkeit mindestens gleichrangig mit jenen der Wirtschaftlichkeit oder Verkehrssicherheit in der Planung jeder Unterhaltungs- oder Ausbaumaßnahme zu verankern.

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