Innovation und Beharren

WSA weiß alles besser

Demgegenüber scheint jedoch unsere Bundesbehörde nach wie vor ganz andere Prioritäten zu setzen. Nehmen wir z.B. das Thema technische Innovation: Wie berichtet, wurden anlässlich eines TU-Seminars zu neuen Entwicklungen in Sachen Spundwand-Technologie Verfahren vorgestellt, welche die daran teilnehmenden BürgervertreterInnen geradezu in Euphorie versetzten und sozusagen einen Lichtblick am Ende des Kanals sehen ließen, sei es, was die Eignung für sehr harte Böden betrifft und der Wohnbevölkerung den Lärm des Rammens erspart, sei es, dass auch bei hoher Lagerungsdichte Bohren und Pressen in einem Arbeitsgang möglich sind und dadurch gegenüber dem verrohrten Bohren viel Zeit gewonnen werden kann.

Die ebenfalls teilnehmenden WSA-VertreterInnen reagierten demgegenüber skeptisch bis ablehnend. Zunächst sperrten sie sich dagegen, dass die japanische Firma Giken, die übrigens die selbstschreitende Presse (sc. den Crush Piler) erfunden hat, ihre diversen Weiterentwicklungen wie das GRB-(= Giken-Reaction-Base)System im Mediationsforum oder Arbeitskreis selbst vorstelle; als nächstes hieß es, aus wettbewerbsrechtlichen Gründen müssten dann auch die Firmen Thyssen und/oder Still Worker Gelegenheit geboten werden, ihre Geräte zu bewerben; und schließlich bemühte sich Tassilo Henniger, technischer Sachbearbeiter des SB 2, mit einer eigenen Präsentation im AK Sanierung nachzuweisen, dass Gikens Equipment die besonderen Anforderungen von BAW und WSA nicht erfüllen könne, weswegen z.B. am Corneliusufer das umständliche verrohrte Bohren mit vorheriger Konstruktion eines geeigneten Trägergeräts alternativlos sei.

Die Firma Mette sei beauftragt, hierfür ein Konzept zu entwickeln, während das WSA in diesem Sommer einen eigenen Feldversuch plane, um mit Unterstützung der BAW zu erproben, welche technisch weiterentwickelten Verspundungsverfahren von Giken und Still Worker unter den besonderen Gegebenheiten am Kanal tauglich seien. − Hier wäre ebenfalls zu erwägen, ob mit der Auswertung dieses Versuchs nicht ein unabhängiges Büro betraut werden sollte.

Arbeitskreis besteht auf Informationen aus erster Hand!

Nachdem sich jedoch verschiedene TeilnehmerInnen erneut und nachdrücklich dafür einsetzten, über die möglichen Verfahren aus erster Hand und nicht in WSA-Interpretation und -Filterung zu erfahren, schwenkte schließlich auch das Mediationsteam um, das bis dahin bis zu einem gewissen Grad die Reserviertheit des WSA zu teilen schien, und es wurde beschlossen, den Geschäftsführer von Giken Europe, Dr. Al-Arja, der sich dazu ja schon bereit erklärt hatte, einzuladen, noch vor der nächsten Forumssitzung allen Interessierten die verschiedenen Systeme zu präsentieren und zu demonstrieren, ob sie den Parametern des WSA gewachsen sind.

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