WSA warnt weiter vor Wurzeln

Wenigstens wachsen drei Bäume wieder freier

Schadhafte Treppe vorm BMVg

Schadhafte Treppe vorm Bendlerblock

Rückfragen haben ergeben: Es war kein Aprilscherz! Das WSA beharrt darauf, die Schäden nahe Admiral-, Baerwald-, Waterloo-, Bendler- und nun auch noch Dovebrücke seien in diesem Ausmaß neu bzw. neu erkannt. − Letztgenanntes  mag sich ja durchaus so verhalten. Woran wir uns jedoch weiterhin stoßen, sind Formulierungen wie „Bei allen Schäden ist deutlich das Wurzelwerk erkennbar, es treten Starkwurzeln bis DN 35 mm auf […] Dies wird weiter zu prüfen sein“ oder (bzgl. einer schadhaften Treppe in Höhe BMVg): „Die aufgehende Treppenwand liegt […] hohl, gleichzeitig lastet massiver Wurzeldruck auf dem Ufermauerwerk…“

Abschnitt 3

Vor befreiten Bäumen liegt der Strand!

Dies ließ sich bei einer persönlichen Besichtigung der Schadstelle in keiner Weise verifizieren. In unmittelbarer Nähe steht dort nämlich kein Baum, dessen Wurzeln massiv lasten und drücken könnten; ca. zwölf Meter flussaufwärts gibt es einen wieder ausgeschlagenen Hochstubben und fünf Meter flussab eine junge Kastanie mit kaum zehn Zentimetern Stammdurchmesser.

Was bezweckt also dieses Reden von zu prüfenden Wurzeln, das inzwischen schon mehrere BI-Mitglieder zu Radtouren veranlasste? Die These, wonach überall Wurzeln erkennbar seien, können wir bei den meisten Schadstellen jedenfalls nicht bestätigen, immer vorausgesetzt, dass wir von Graswurzeln absehen dürfen. − Und jetzt wird nachträglich auch noch von einem Schaden nahe Dovebrücke berichtet. Wiewohl das Wetter gegenwärtig dafür ja wie geschaffen ist, möchten wir Ziele eventueller Radtouren auch mal fernab des LWK wählen.

Abschnitt 5

Befreite Silberlinde, Möckernbrücke

Immerhin wurden inzwischen am Tempelhofer Ufer drei Bäume von Manschetten, Balken und insgesamt sechs „Brockelmännern“ * befreit: „Die Betonklötze werden zur Weiterverwendung eingelagert“, heißt es beinahe drohend. Aber wenigstens scheinen die Bäume diese „Sicherungsmaßnahme“ eine Vegetationsperiode hindurch ohne sichtbare Schäden überstanden zu haben.

[Korrektur und Nachtrag vom 8.4.: Da die Bäume bereits im Juli ’07 angepflockt wurden, waren es, besser gesagt, anderthalb Vegetationsperioden: Hierzu der Baumsachverständige, Dr. Barsig, in einer offiziellen Stellungnahme: „Die Zeit der engen Anbindung der untersuchten Bäume (1 ¾ Jahre) ist nicht ganz spurlos an den Bäumen vorbei gegangen: leichte Rindenschäden und Woll- bzw. Schmierlaus- oder Schimmelpilzbefall sind festzustellen. Hierzu sind in den nächsten Monaten Nachkontrollen notwendig, um auszuschließen, dass es zu Rindennekrosen kommt. Bei stärkerem Woll-Schmierlausbefall wären Schutzmaßnahmen notwendig. − Insgesamt sind aber keine nennenswerten mechanischen Schäden aufgetreten, insbesondere ist der jeweilige Holzkörper unversehrt geblieben.“]

Zumindest der neue Strand vis-à-vis der Shell-Tankstelle wird vom Publikum schon gut angenommen. [2. Foto]

Am Urbanhafen

Am Urban-Strand


* Wir beharren auf dieser Bezeichnung, denn Kommentare zu Presseartikeln über Bäume in Berlin zeigen immer wieder, dass diese vom damaligen WSA-Leiter, Hartmut Brockelmann, veranlasste „landseitige Sicherungsmaßnahme“ ein genialer PR-Coup zur nachhaltigen Diskreditierung des Berliner Baumschutzes gewesen ist.

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