Seit gestern dampft es wieder am Kanal

Und just zur Saisoneröffnung wird das WSA neuer Schäden gewahr

Riedels Spree Prinzessin

Ohne der Spree Prinzessin (*1953) zu nahe treten zu wollen: Aber einzig im Fall der Diesel-Stinker würde die Abwrackprämie u.U. den Namen „Umweltprämie“  verdienen

Eigentlich waren wir zunächst geneigt, es für einen Aprilscherz zu halten, worüber uns gestern eine Extra-Ausgaben des WSA-Newsletters informierte: Anlässlich einer „Sicherungsbereisung“ ausgerechnet am Morgen des Tages, an dem der Kanal auch der Schifffahrt wiedergegeben ward, seien an vier Stellen „neue Bauwerksschäden“ entdeckt worden: drei davon in Kreuzberg und zwar unterhalb von Admiral-, Baerwald- und Waterloobrücke durchweg linksseitig, nämlich ausgespülte Fugen, unterspülte, ins Wasser gedrückte oder heraus gebrochene Natursteine, von „Kleinnagern“ unterhöhlte Böschungen etc. Und überall seien Baumwurzeln sichtbar! Nahe Bendlerblock, der einzigen Stelle in Mitte und am rechten Ufer, wo eine Treppenwand aufgehe, „lastet massiver Wurzeldruck auf dem Mauerwerk“.

Steilmauer Planufer

Steilmauer Planufer mit neuen Schäden?

Als Sicherungsmaßnahmen werden Austonnung, Big Bags, landseitige Absperrung, ja sogar Stahlträger und Spundwände „vorgeschlagen“ bzw. wurden teilweise sogleich veranlasst.

Wir haben heute die angegebenen Stellen in Kreuzberg selbst in Augenschein genommen und müssen sagen, die Schäden haben sich seit unserer gemeinsamen Bereisung Anfang April letzten Jahres (nur um ein Datum herauszugreifen) zumindest nach unserer Wahrnehmung nicht sonderlich verschlimmert. Vor allem sind sie nicht neu. Und verwundern muss, dass sie ausgerechnet am Tag der Saisoneröffnung wiederentdeckt werden. Zudem wird jetzt, pünktlich zum Frühlingseinbruch, womöglich auch noch nahe Admiralbrücke die Planuferpromenade abgesperrt. Zugegeben: seit längerem sind uns dort die beiden großflächigen Gehwegsabsenkungen aufgefallen, die sich ca. zehn Meter oberhalb der (nahe Wasserlinie) heraus gefallenen Steine gebildet haben…

Nahe Baerwaldbrücke

Rausgefallene Natursteine nahe Baerwaldbrücke

Für uns auffällig ist insbesondere auch der mehrfache Hinweis auf Wurzelwerk und „massiven Wurzeldruck“, als sei diese Thematik noch nie diskutiert und dieser angeblich massive Lasteintrag nicht relativiert worden. Fällungen wurden immerhin (noch) nicht vorgeschlagen. − Wir sind auf die für morgen versprochenen WSA-Fotos gespannt, denn unsere heutigen Aufnahmen zeigen wenig Dramatisches.

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1 Kommentar

  1. xonra said,

    4. April, 2009 um 9:16

    seit einigen Tagen fahren die Fahrgastschiffe wieder. Im Tagesspiegel auf der Berlin Titelseite durfte Herr Loch von Stern und Kreis kundtun, dass ein Schiff verlängert wurde. Von Filtertechnik oder etwa neuen Antriebssystemen also auch 2009 kein Wort. Ganz fortschrittlich werden nun auch die lebendigen Stadtführer durch MP3 Player ersetzt. So kann man also im Tagesspiegel auch der Arbeitsplatzvernichtung noch etwas positives abgewinnen. Zu hoffen bleibt, dass bald innovative Geschäftsführerautomaten erfunden werden, damit könnte die Hegemann Gruppe ihr Image deutlich aufpolieren.


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