Beschlussempfehlung für ein Pilotprojekt innerhalb des Bereichs der gesicherten Bäume

Aber zunächst wieder eine Alternative, die keine ist

Amtsleiter Scholz persönlich übernahm also die Präsentation der spundwandlosen Wutschke-Variante, die stattdessen vorsieht, Bohrpfähle, die anschließend durch Stahlbeton-Trägerbalken miteinander verbunden würden, mittels eines 16 Meter hohen Mäklers in den Magerbeton-Kubus der Ufermauer zu treiben etc. −, nur um nach allerhand detailreichen Präzisierungen endlich zum (einleitend übrigens schon vorweggenommenen) Ergebnis zu gelangen, dass diese Lösung aus den verschiedensten Gründen: der Kanal müsste wegen des hohen Gewichts des Mäklers, der nur so beim Vorbohren die Mantelreibung überwinden könne, teilweise zugeschüttet und jahrelang gesperrt werden; Abschnitte mit Baumbestand kämen ohnehin nicht in Betracht − völlig ungeeignet sei und daher nur verworfen werden könne.

„Sie gehört in den Giftschrank“, empfahl eine BI-Vertreterin, nachdem sie daran erinnert hatte, dass natürlich auch diese „Lösung“ eine temporäre Arbeitsspundwand erfordere, also mitnichten spundwandfrei genannt werden könne. Die Darbietung des Amtsleiters weckte Erinnerungen an Plass’sche Nullvarianten (Zuschüttung des Kanals) oder jene „Placebos“ bei der WSA-Präsentation von Lösungsmöglichkeiten für die Sanierung der 90 Meter Maybachufer…

Auf zunächst 370 Metern soll Spundwand dauerhafte Lösung sein

Wie gesagt, wurde schließlich doch noch Einvernehmen darüber erzielt, dem Mediationsforum in seiner 15. Sitzung am heutigen Montag (23. März) die Beschlussfassung darüber zu empfehlen, die 370 Meter mit den gesicherten Bäumen als Pilotprojekt einer dauerhaften Lösung mittels Spundwänden zu planen und zu sanieren. − Dieser Beschluss, dessen genau Formulierung erst der Tischvorlage zu entnehmen sein wird, soll dabei die für diesen Abschnitt relevanten Kriterien der verschiedenen Interessengruppen an eine gelungene Sanierung als zureichend berücksichtigt erweisen und ferner beinhalten, dass sowohl ein Baumsachverständiger als auch ein noch auszuwählender „Denkmal-Architekt“ die Ergebnisse dokumentieren und auswerten (Monitoring), woraufhin noch eine professionelle interdisziplinäre Evaluierung erfolgen soll.

Unbedingt erforderlich ist hier aber noch ein weiterer Beschluss: dass nämlich die konkrete, abschnittsweise Planung der eigentlichen Ufermauer-Sanierung unterm Aspekt nicht nur des bestmöglichen Baumschutzes, sondern der größtmöglichen Umweltverträglichkeit baldmöglichst angegangen und in diesem Zusammenhang die lokale Planung mit der Führung der entsprechenden statischen Nachweise beauftragt wird! Und vielleicht sollte man hierfür nicht wieder auf Plass zurückgreifen.

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