Konkrete Forderungen und Aufgaben

BaumschützerInnen-Info vom 10.1.09
  • Der Erhalt des Landschaftsbilds kann bei Fortführung der im Bereich der gesicherten Bäume beschlossenen temporären Spundwand-Variante nur dann gewährleistet werden, wenn die Trasse bei Kronenüberhang deutlich zur Fahrrinne hin verschwenkt wird (im Fall einer Transformierung der temporären in eine dauerhafte Lösung mit der Tendenz einer Beibehaltung einspurigen Schiffsverkehrs).
  • Bei der geforderten floristisch-faunistischen Bestandsaufnahme als Ausgang einer Aufwertung in Richtung Biotopvernetzung und Artenschutz (s.o.), insbesondere aber bei der Kartierung und Vermessung sämtlicher Bäume mit Kronenüberhang empfiehlt es sich, entweder die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) oder erfahrene Biologen/LandschaftsplanerInnen aus dem universitären Bereich zu betrauen, nicht hingegen Ingenieure und Wasserbauer! (Die Ergebnisse der großartig angepriesenen Multilinien-Lasermessungen z. B. blieben durchweg unbefriedigend.)
  • Bei der Verbesserung des ökologischen Potentials geht’s u.a. um
    • Ausgestaltung von „Trittsteinen“ in einem Biotopverbindungskonzept
    • Anlage von Flachwasserzonen als „Perlenschnur“ über die gesamte Kanallänge
    • die etwaige Anbindung der Tiergartengewässer (Neuer See) und evtl. auch des künstlichen Teichs im Görlitzer Park, wie es bereits beim Durchstich zwischen Spree und Schlosspark Charlottenburg erfolgreich vorgemacht worden ist
    • den Umbau des Überlaufwehrs/“Katarakts“ an der Unterschleuse zur Verbesserung der Durchlässigkeit für Wanderbewegungen von Tierarten (Fischen, Bibern)
    • Prüfung eines Umbaus dieses Wehrs, um technisch die Einsprudelung von Sauerstoff zu verbessern und damit die teilweise niedrigen Sauerstoffwerte im Sommerhalbjahr mit Gefahr massenhaften Fischsterbens vermeiden zu helfen
    • entsprechende Prüfung der Situation an der Oberschleuse (Flutgraben)
    • Umgestaltung der bisherigen Schiffsliegeplätze gegenüber dem Hotel Esplanade zu einem Flachwasserbiotop (ähnliche Möglichkeiten bestehen auch unterhalb der Unterschleuse im Bereich Müller-Breslau-Ufer und der Hausboot-Liegeplätze)
    • Schaffung von Ausstiegsmöglichkeiten für Wasservögel und, etwa im Bereich der Lohmühleninsel (Flutgraben), auch speziell für Biber
    • auf Grund der aktuell bereitgestellten Mittel für Infrastrukturinvestitionen Vorziehen der Maßnahmen zur Reduzierung der Mischwasserentlastung, da nach einer Auskunft der Wasserbetriebe (BWB) vom November ’08 aus Kostengründen die Umbauarbeiten im Mischwasserkanalsystem (Einzugsbereich Charlottenburg-Wilmersdorf) über die nächsten Jahre gestreckt werden sollen, so dass es noch geraume Zeit dauern würde, bis die Belastung des LWK mit Regen- und Mischwasserüberläufen und der Gefahr von Fischsterben verringert wird.

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