Gute Nachrichten für zwei Silberlinden in der Reichenberger Straße!

Schalltomografische Gutachten belegen Standsicherheit

Schall-Sensoren

Ringförmig angebrachte Schall-Sensoren

Das Gutachten zur Linde vor der Reichenberger Str. 98, worauf die AnwohnerInnen-Initiative um Brita Bredel, aber auch das Friedrichshain-Kreuzberger Grünflächenamt aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen viele Monate haben warten müssen, steht zwar schon eine Weile online, doch da der auf Wunsch der Initiative beauftragte Baumsachverständige Frank Rinn [siehe auch die Berichte über seine Präsentation vor dem Berliner Baumforum und die Linde hier und hier] natürlich höchst erfreulicher-, aber doch auch überraschenderweise keinerlei Handlungsbedarf sieht, vermelden wir erst jetzt, nachdem der Gutachter sein Schalltomogramm noch einmal erläutert hat, ganz offiziell die gute Nachricht.

Impulsgebung mit dem Hammer

Impulsgebung mit dem Hammer

Die kritischste Stelle im Bereich der durch den Baumpilz Bjerkandera im Stamm hervorgerufenen Weißfäule war Frank Rinn zufolge durch die gewählte Farbgebung übermäßig stark dargestellt worden − gleich ein Beleg für die Notwendigkeit einer geradezu hermeneutischen Sorgfalt bei der Interpretation solcher Messdaten, worüber der Heidelberger Baumexperte ja erst kürzlich vor dem Baumforum gesprochen hatte.

Dass dieser prächtige, ca. 80jährige Baum, der vor Jahresfrist auf Grund eklatanter Fehlurteile einer Fachfirma sowie einer Fachbehörde ums Haar gefallen wäre, jetzt noch steht und auch seine wunderbare Krone in vollem Umfang behalten darf, ist aber, wie gesagt, vor allem beherztem und hartnäckigem BürgerInnenengagement zu danken! Auch Experten und sogar Behördenvertreter können bekanntlich irren, und dann sind eben nicht Wissenschaftsgläubigkeit und blindes Vertrauen, sondern kritische Aufmerksamkeit und Nachhaken gefragt!

Datenverarbeitung

Datenverarbeitung

Und ebenso verhält es sich mit der Silberlinde vor Hausnummer 40 in derselben Straße. Auch hier konnte eine Fällung auf Grund eines fachlichen Fehlurteils durch BürgerInneneinsatz im letzten Moment verhindert werden. Das Ergebnis der daraufhin im Auftrag des Grünflächenamts vom Baumsachverständigen Michael Barsig erstellten Schalltomographie liegt erfreulicherweise schon jetzt vor (siehe hier) und beide Sachverständige stimmen auch in diesem Fall darin überein, dass diese Linde keinesfalls ein Fällkandidat ist. Der beauftragte Gutachter empfiehlt allerdings eine 20prozentige allseitige Kronenreduzierung, da andernfalls insbesondere bei Sturmereignissen für die Bruchsicherheit nicht garantiert werden könne. In etwa drei Jahren sollte die Schalluntersuchung wiederholt werden.

Herrn Lothar Frank vom NGA F’hain-Kreuzberg möchten wir auch an dieser Stelle für seine Kooperationsbereitschaft herzlich danken!

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