BaumschützerInnen-Info vom 04.06.08

WSA-Chef über Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen

Zu den Routineaufgaben in den Bereichen Wahrnehmung der Verkehrssicherungspflicht, Gefahrenabwehr sowie Pflege und Unterhaltung zählen nach Amtsleiter Scholz u.a.

  • regelmäßige Peilarbeiten
  • Tauchuntersuchungen (seit 2007)
  • Verfüllungen von Untiefen
  • Ausbaggerung von Übertiefen
  • Fugenpflege
  • Herstellung des Lichtraumprofils (4,50 m)
  • Baumpflege (nach Kanalbereisung einmal jährlich und im Benehmen mit den Bezirksämtern)
  • Bauzaunkontrolle (zweimal wöchentlich)

Der Unterhaltungsplan der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) von 2001 für den Uferbereich von Bundeswasserstraßen betreffe nur die Flora auf Landflächen und sei nicht speziell auf den LWK bezogen. Jener gemeinsam mit der TU-Umweltberatungsstelle KUBUS erstellte beziehe sich indes nur auf die 1,3 km Salzufer, was BezirksamtvertreterInnen wie Denkmalpflege auch eifrig bestätigen. Klaus Lingenauber wünscht einen neuen Pflegeplan für den gesamten Kanal. — Nach unseren Informationen jedoch sollte der vorliegende Plan von 2001 durchaus auf die gesamte Kanalstrecke übertragen werden, sofern es entsprechende Ufervegetation gibt.

In den 1990er Jahren hatte der LWK laut Scholz keine hohe Unterhaltungspriorität. Erst 2004 sollte sich dies mit dem Aufbau des Logistikzentrums Süd und dem Güterverkehr zum Potsdamer Platz ändern. 2002 habe es die erste gründliche Bauwerksinspektion gegeben, bis zu dieser Zeit aber nur dort Fugenpflege, wo die Statik unterhalb der Regelbauweise durch Stahlspundwände gewährleistet gewesen sei, welche Logik sich den BI-VertreterInnen nicht ohne weiteres erschließt. Scholz räumte jedenfalls eine falsche Prioritätensetzung des WSA bis 2007ein (auf dem Kanal verkehrten ja nur Sport- und Fahrgastschiffe, es gab Wichtigeres …) und übernahm dafür die volle Verantwortung. Schließlich war es vor seiner Zeit.

Die Frage der BI, warum bereits 2006 am Anleger Kottbusser Brücke durch Stangenpeilung eine Übertiefe von 3,10 m festgestellt, aber dennoch nicht gehandelt wurde, obwohl doch Gefahr für Leib und Leben bestanden habe, findet Scholz berechtigt. Auf die erregte Gegenfrage der Reedervertreter, ob es denn noch immer um die Suche nach dem Schuldigen gehe, ist erneut zu erwidern, dass deshalb so beharrlich versucht wird, die Verantwortlichkeiten zu klären, um künftig solche Schadensfälle zu vermeiden — und ihnen auch nach Möglichkeit ohne Baumfällung vorzubeugen! Wer freilich für die Peilung bei Anlegern und Stegen zuständig sei, könne nicht eindeutig beantwortet werden, da die Nutzungsverträge unterschiedlich seien. — Das haben wir ja unlängst auch schon von der Vize-Chefin, Bettina Kummerlöw, gehört.

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