BaumschützerInnen-Info vom 04.06.08

Workshop Planerbüros

Wie vielleicht noch erinnerlich, hatten sich Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) und Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD) in der 3. Mediationsforumssitzung am 21. Januar bereiterklärt, als „vertrauensbildende Maßnahme“ ein von den BürgervertreterInnen vorgeschlagenes weiteres Gutachter- bzw. Ingenieurbüro zu beauftragen und zu finanzieren, um über die Plass’schen 11 Varianten hinaus innovative nachhaltige Sanierungsverfahren zu entwickeln. Diversen Empfehlungen folgend, hatten die Bäume am Landwehrkanal zahlreichen Planungsbüros in Nah und Fern die Anforderungen, die sie an eine gelungene Kanalsanierung stellen, übermittelt und sie eingeladen, ggf. ihr Interesse an der Bewältigung einer solch komplexen planerischen Aufgabe zu bekunden.

Daraufhin haben sieben Büros in einem Wochend-Workshop am 17. Mai in der Geschäftsstelle des Berliner BUND ihre Ideen und Vorstellungen präsentiert und kamen dabei unabhängig voneinander zur Überzeugung, dass vor der Ausarbeitung detaillierter, rein technischer Lösungen für spezifische Kanalabschnitte die Konzipierung eines umfassenden Sanierungsleitbilds, einer Art von Masterplan, nicht nur für die ca. 11 km instand zu setzender Regelbauweise, sondern für den gesamten LWK von Ober- bis Unterschleuse erfolgen müsse. Hierfür seien aber nicht nur detaillierte Erhebungen über die vorhandene bauliche Substanz, den Vegetationsbestand, die ökologische Wertigkeit, Wasserqualität, Sedimentbeschaffenheit etc., sondern auch über die stadträumlichen und infrastrukturellen Gegebenheiten und Defizite, die stadtökologischen Funktionen, gegenwärtige Nutzungsformen und zu erwartende bzw. evtl. zu fördernde -szenarien und in diesem Kontext bspw. auch sozioökonomische Gutachten und dgl. erfordert, um sich von einem möglichst detailreichen Gesamtbild und seinen vielfältigen Entwicklungspotentialen in der konkreten Planung der lokalen Einzelabschnitte jeweils leiten zu lassen.

Für BI und Verein kam es bei der Auswahl nicht zuletzt auch darauf an, welche Erfahrung die Planungsbüros mit kontroversen Vorhaben, der Vermittlung divergierender Ansprüche und BürgerInnenbeteiligung bereits gemacht haben und welche externen Partnerfirmen sie für die Bearbeitung spezieller Fachfragen hinzuziehen würden.

Relativ schnell und einvernehmlich einigten sich die BI- und VereinsvertreterInnen (bei einer Enthaltung) darauf, dem WSA die folgenden drei Büros bzw. Planungsgemeinschaften für ein Auswahlverfahren vorzuschlagen:

  • Koenzen/Freie Planungsgruppe Berlin
  • Landschaft Planen und Bauen/Aquatectura/Natur&Text
  • Hoch C / ggf. in Verbund mit ST Raum A

Selbstredend sind diese Büros bereit und in der Lage, einige der erforderlichen Gutachten und Datenerhebungen selbst zu erstellen, doch das bislang seitens WSA bzw. WSD eingeräumte Auftragsvolumen dürfte dafür bei weitem nicht hinreichen.

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