BaumschützerInnen-Info vom 31.03.08

Innovative Antriebsarten für die Fahrgastschifffahrt

Wünschenswert ist demzufolge auch ein fachlicher Input zu den Möglichkeiten, der Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit solarer Binnenschifffahrt oder allgemein zu alternativen Schiffsantriebsarten. [Siehe zur Geschichte der Solarschifffahrt auch SolarWaterWorld .] Um allerdings zu verhüten, dass daraus ein losgelöstes Expertengespräch unter Insidern werde, erinnerte Jens Dingler zunächst daran, in diesem Zusammenhang nicht die Fahrgastschifffahrt aus den Augen zu verlieren, nämlich die „Beförderung von Fahrgästen gegen Entgelt“: nicht jedes kleine Solarboot könne dafür zugelassen werden. Sodann gehe es in unserem Fall um Fahrgastschifffahrt auf einer Bundeswasserstraße. Für die technische Untersuchung und Zulassung ist hier — sozusagen als Schiffs-TÜV — die Zentralstelle Schiffsuntersuchungskommission/Schiffseichamt (ZSUK) zuständig.

Und da es vor allem darum geht, die Reeder zu interessieren, empfiehlt es sich vielleicht auch, einen Kollegen mit einschlägiger Erfahrung einzuladen, entweder einen Vertreter der Hamburger Reederei, welche die Alstersonne in Betrieb hat oder gleich von der Kopf AG selber, die dieses Schiff gebaut hat.

Jedenfalls sei es bestimmt nicht verkehrt, wenn es dieses Mediationsverfahren zur Zukunft des LWK zur Abwechslung auch einmal mit einer zukunftsgewandten Meldung in die Medien schaffte, etwa dergestalt, dass das Forum ein Pilotprojekt zur Erprobung innovativer, emissionsarmer oder sogar -freier Antriebsarten für die Fahrgastschifffahrt auf den Weg gebracht habe! Hier komme es auch gewiss nicht auf einzelne Reeder an: wenn Loch nicht wolle, müsse man andere finden, und wenn die Großreeder nicht wollten, wäre es doch gerade umso bemerkenswerter, wenn die Innovation von „den Kleinen“ ausgehe!

Weiterhin wären noch sachverständige Auskünfte zum System Schiff-Wasserstraße nötig, am besten durch einen Experten der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW), und zwar im Hinblick auf die Frage, welche Schiffstypen und -bauweisen welchen Strömungs- und Lasteneintrag auf Uferbefestigung und Anlegestellen bewirken (Stichwort: Sog und Wellenschlag), um Kriterien dafür zu entwickeln, welche Eigenschaften der Schiffe sie abgesehen von der Art ihres Antriebs für das denkmalgeschützte Bauwerk überhaupt nachhaltig machen.

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