BaumschützerInnen-Info vom 23.1.08

Bericht aus dem Arbeitskreis Sofortmaßnahmen

Von den Berichten aus den insgesamt vier Arbeitskreisen kam im folgenden nur der Arbeitskreis Sofortmaßnahmen zum Zuge, doch auch wenn verschiedentlich behauptet wurde, die Diskussion im AK werde nun im Plenum einfach wiederholt und dann auch noch eins ums andere Mal wiedergekäut, hatte dies u. E. vor allem sachliche Gründe, denn es stellte sich z. B. heraus, dass verschiedene Aspekte und Alternativen einfach noch nicht oder nicht ausreichend bedacht worden waren. Im Kleinen wurde auf diese Weise vielleicht vorweggenommen, wie es im Großen den Lösungsvorschlägen dieses Mediationsverfahrens während des Erörterungstermins vor der eigentlichen Planfeststellung ergehen könnte, so dass unsere mäandernden Diskussionen nicht einfach als pure Zeitvergeudung abgetan und womöglich Leute dafür verantwortlich gemacht werden sollten, die montagabends halt nichts Besseres zu tun haben als die Dinge zu zerreden, statt sie zu entscheiden, sondern deren Verlauf vielmehr wichtige methodische Fingerzeige fürs weitere Vorgehen geben kann.

Aber zur Sache: Was den Umgang mit den Bauzäunen angeht, so wurde die Kontrollfrequenz, die dem Vandalismus und möglichen Kollateralschäden steuern soll, bislang nicht erhöht; für die als notwendig erachtete nächtliche Beleuchtung wurde allererst ein Kostenvoranschlag eingeholt, und die Frage, ob die Zäune wegen allzu großzügiger Berechnung des Gleitkreises stellenweise näher ans Ufer versetzt werden können, befinde sich noch im Prüfstadium.

Nach weiteren Techniken, Hohlräume in der Uferböschung aufzufinden, um sie dann evtl. durch Verfüllen sichern zu können, werde noch geforscht. Der Vorschlag, Rammkernsondierungen zu probieren, wurde mit Hinweis auf mögliche Kampfmittelbelastung oder auch die zu große Zahl der dann ja in geringen Abständen niederzubringenden Bohrungen skeptisch beurteilt. Der weitergehende Vorschlag, mit Steinvorschüttungen die abrutschgefährdeten Uferbereiche zu sichern und damit die Brockelmannschen Würfel obsolet zu machen, wurde auch deshalb nicht diskutiert, weil er mit einer Verengung der Fahrrinne einherginge und also in die Thematik jenes AK gehört, der sich mit der nachhaltigen Schifffahrt befasst. — Eine Betoninjektion unter Wasser an jenen Stellen, wo der kraftschlüssige Verbund fehlt und sich Höhlungen auftun, verbiete sich deshalb, weil auf diese Weise unter Umständen Baumwurzeln einbetoniert werden und die Bäume absterben könnten.


1 Kommentar

  1. xonra said,

    25. Januar, 2008 um 9:04

    Die voreilige Meldung im Tagespiegel und aus der Berliner Zeitung vom 8.Januar, dass nun „Spundwände“ die Betonklötze ersetzen sollen, stimmte also doch nicht.
    Die Art und Weise wie hier der Öffentlichkeit Konsens suggeriert wurde, zeugt von großer Naivität einiger Akteurinnen und ist nicht besonders gelungen. Später, im „Mediationsforum“ am 21.01.2008 zeigte sich dann wie schwach der Konsens aus der Arbeitsgruppe war. Die Anwesenden mußten nun den Preis für die voreilige Nachricht zahlen.

    Die alternativen Lösungen zur Sicherung der Ufer müssen von unabhängigen Fachleuten gefunden werden. Die sind allerdings so selten wie die berühmte Nadel im Heuhaufen.


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