BaumschützerInnen-Info vom 12.12.07

BürgerInnenbeteiligung und Baumpflege im Bezirk

Noch steht die stattliche Silberlinde in der Reichenberger Straße 98, obschon ein amtlich beauftragtes Gutachten vom September ihre starke Bruchgefahr samt Verkehrsgefährdung attestierte. Ein von den AnwohnerInnen beauftragtes und bezahltes Gegengutachten, wir berichteten darüber, kam zu ganz anderen Ergebnissen, doch anstatt die eklatanten Fehler im Zusammenhang mit dem ersten einzuräumen – es lag dem Amtsleiter sechs Wochen später, als die AnwohnerInnen die Fällung verhinderten, noch immer nicht vor! – und nun dem zweiten Gutachten zu folgen, sich auf eine zwanzigprozentige Kroneneinkürzung zu beschränken oder aber zur Sicherheit noch die vorgeschlagene so kostengünstige wie aussagekräftige Schalluntersuchung vornehmen zu lassen, wird nun via Ausschreibung ein dritter Gutachter gesucht. Aus drei Kandidaten sollen sich die AnwohnerInnen dann einen aussuchen – und das aus eigenen Mitteln finanzierte Gutachten samt seinem Autor am besten ganz schnell vergessen. Weil der nämlich in einer Begutachtung im Sommer am Landwehrkanal schwer gefehlt habe — seine vorher erstellte Expertise spielte übrigens in der amtlichen Entscheidungsfindung auch damals unerklärlicherweise keine Rolle: sechs Graupappeln wurden gefällt… – sind es heute seine Argumente für die Erhaltung der besagten Silberlinde nicht einmal wert, sich überhaupt damit auseinanderzusetzen. Das ist schon ein starkes Stück!
Das Gutachten, das Dr. Barsig am 15.11. für die AnwohnerInnen-Initiative erstellt hat, gibt’s hier als PDF (2,1 MB).

Als drei der in der Kohlfurther Straße die Gehwegplatten lupfenden Birkenpappeln dran glauben mussten, weil sie es just vor einer Behinderteneinrichtung taten, hatte Baustadträtin Jutta Kalepky den BewohnerInnen zugesagt, Mitte November mit ihnen sowie dem technischen Leiter des Grünflächenamts einen Ortstermin durchzuführen, um nach Alternativen zur Fällung der zahlreichen übrigen Pappeln zu suchen. Die BürgerInnen stellten einen Mailverteiler mit etlichen Interessierten zusammen und übersandten ihn der Stadträtin, nachdem es bereits geheißen hatte, der Ortstermin müsse auf Nikolaus verschoben werden. Nun hat Frau Kalepky die Sache auf nächstes Jahr vertagt, derweil aus dem Grünflächenamt schon mal verlautet, es sei unredlich, den AnwohnerInnen nicht klaren Wein darüber einzuschenken, dass die Pappeln allesamt weg müssten. – Die BürgerInnenbeteiligung kann also nur besser werden…

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