BaumschützerInnen-Info vom 12.12.07

WSA-Baumpflege

Auch das Wasser- und Schifffahrtsamt hat eine Baumpflege-Liste auf seiner Website zugänglich gemacht und ist damit dem Beispiel einiger weniger Bezirke (z. B. Charlottenburg-Mitte oder Treptow-Köpenick) gefolgt, auch hierbei die Neuen Medien zu nutzen. (Im Falle Friedrichshain-Kreuzbergs indes sei dies deshalb nicht praktikabel, da zwischen der Baumkontrolle/Erstellung entsprechender Gutachten und der tatsächlich erfolgenden Baumpflege einfach zuviel Zeit verstreiche –, eine Erklärung, deren Sinn sich uns nicht ohne weiteres erschließt.) Die WSA-Liste handelt überwiegend vom Salzufer, so als gäbe es anderswo keinerlei Pflegebedarf bzw. keinen Baumbestand in WSA-Besitz, was natürlich nicht der Fall ist. (Die abgesperrten, langen Uferabschnitte in Kreuzberg, die streckenweise schon einen recht verwahrlosten Eindruck machen, liegen aber tatsächlich in der Verantwortung des Bezirks, und hier tätig zu werden, um dem Broken-Windows-Effekt vorzubeugen, ist eine alte Forderung der BI!) – Was an der WSA-Liste außerdem auffällt, ist der enorme Anteil angeblich zu beseitigenden Totholzes. Hier wurde daran erinnert, dass im geltenden Unterhaltungsplan, an den sich das Amt hoffentlich gebunden fühlt, der hohe ökologische Wert von Totholz ausdrücklich Erwähnung findet und wenn keine mögliche Verkehrsgefährdung ersichtlich ist, aus Gründen des Naturschutzes erhalten werden soll. Ähnliche Zurückhaltung sollte auch bei der Herstellung des Lichtraumprofils walten, die sich nur auf die Aufastung und Einkürzung von Ästen, welche den Schiffsverkehr tatsächlich behindern, beschränken, nicht aber den Blick auf jedes einzelne Brückendenkmal rigoros freischneiden oder gar noch auf den Strauchschnitt ausgedehnt werden darf: Die damalige Sachbereichsleiterin hatte im letzten Winter gerade am Salzufer regelrecht tabula rasa schneiden lassen, wohl um spätere Pflegekosten einzusparen, ohne sich weiter um die Nist-, Nahrungs- und Rückzugsmöglichkeiten zu bekümmern, welche Strauch- und Buschwerk einer Mannigfaltigkeit von Vögeln, Kleinsäugern sowie einer Vielzahl von Kleinlebewesen bieten. Frau Kalytta empfahl der BI, sich mit dem zuständigen Außenbereichsleiter Jörg Augsten, der an dieser Sitzung nicht teilnehmen konnte, in Verbindung zu setzen. Obschon bei der letzten Sitzung bzgl. des zu fällenden Bergulmen-Zwiesels im Bereich March-/Dovebrücke ein anderer Eindruck entstanden war, sollen die Pflegearbeiten insgesamt erst in der zweiten Januarhälfte in Angriff genommen werden.

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