Die Instrumentalisierungsfalle
Pflegeleichte Funktionalität

Görli-Piste Ende August 2011
Einen längeren Diskussionsprozess mit den NutzerInnen des Görlitzer Parks in Kreuzberg und schließlich dem mehrheitlichen Gutheißen der fünf Meter breiten Asphaltierung der Hauptwege bis zum Hühnerhaus, wie Bezirksamtsvertreter nun glauben machen wollen, hat es definitiv nicht gegeben. Vielmehr organisierte das Bezirksamt, nachdem die beantragten Fördermittel aus Stadtumbau West zur Verfügung standen, vor ca. einem Jahr eine einzige Informationsveranstaltung, wo − ohne Schnickschnack wie unabhängige Moderation, Protokollführung und ausreichende Visualisierung − ca. dreißig Interessierten die fertigen Pläne zur Wegebefestigung und -beleuchtung präsentiert und alle Einwände hinsichtlich Breite, Art der Versiegelung und befürchteter Konflikte zwischen Fuß- und Radverkehr mit Hinweis auf Kosten und Pflegeaufwand, Barrierefreiheit, Gender-Aspekt und den positiven Erfahrungen z.B. im Volkspark Friedrichshain wegdiskutiert wurden.

2. "Spange" Lübbener - Forster Straße
Das Ergebnis − eine schon im Sommer erstellte Piste mit gepflastertem „Schmuckrand“ längs durch den Park − sehen zahlreiche Menschen, mit denen wir sprachen, äußerst kritisch [s. exempl. hier und hier]. Im ungleich repräsentativeren Volkspark Friedrichshain, wo zu DDR-Zeiten das Wegenetz asphaltiert wurde, gibt es derweil die umgekehrte Überlegung einer Entsiegelung. Undenkbar auch, dass etwa im Tiergarten (mal abgesehen von der Breite) solche Parkstraßen in Frage kämen, und vorm Hintergrund der Betonorgie im neuen Gleisdreieck(ost)park erweist sich mal wieder: Schlimmer geht’s immer! Verschiedentlich wurde deshalb natürlich auch Unverständnis darüber geäußert, wie BürgerInnen dieser Planung nur zustimmen konnten. − Das BA hingegen will durchweg positive Reaktionen erhalten haben. Den Rest des Beitrags lesen »