3. Mai, 2013 um 22:00 (Action, Baumschutz, Bezirke, Mediationsforum, Partizipation, Unternehmensverantwortung)
Tags: Baumfaellung, Brutperiode, BWB, Fledermaeuse, Kreuzberg, Vegetationsperiode
Einsprüche auch von Fachleuten fruchten nichts
Montag sägen, Mittwoch AnwohnerInnen-Informationsveranstaltung
Wir haben die Berliner Wasserbetriebe (BWB) wiederholt auf unsere großen Bedenken hingewiesen, jetzt mitten in der Vegetations- und Brutperiode die fünf Linden am Paul-Lincke-Ufer zu fällen, wo doch laut BWB-Pressemitteilung erst im November der unstrittig notwendige Bau des größeren (unterirdischen) Auslaufbauwerks in Angriff genommen werden soll.

Von AnwohnerInnen drapierte Bäume | Fotos zum Vergrößern bitte anklicken!
Da auch aus dem vorvorigen Jahrhundert stammende Abwasserdruckleitungen ausgetauscht werden müssen, die parallel zum Kanal unter den Bäumen verlaufen [siehe hier], sind zwar noch umfangreiche weitere Maßnahmen zur Bauvorbereitung nötig, doch sollten dafür nach unserer Meinung zwei Monate, nämlich September und Oktober, hinreichen. [Die Schonzeit währt in Berlin anders als im Bundesgebiet nur bis 31. August.] Den Rest des Beitrags lesen »
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7. Juli, 2012 um 21:41 (Baumschutz, Bezirke, Gruenflaechenpflege, Partizipation)
Tags: Artenschutz, Brutzeit, Friedrichshain, Vegetationsperiode
Natur- & Artenschutz nachrangig wie Partizpation

Silberlinde Nr. 18 in der Kreuzberger Ratiborstraße 14 am 1. Juli 2012
Vorweg: Kahlschlag in Friedrichshainer Promenade
Eine turbulente Woche auch an der Friedrichshain-Kreuzberger Straßenbaumfront liegt hinter uns. Entlang der Bänschpromenade sind inzwischen tatsächlich, wie auf der Fällliste angekündigt, mitten in der Schonzeit 19 Robinien abgesägt worden, da ein Gutachten vorläge, das ihnen sämtlich inwendige Fäule und mangelnde Standsicherheit bescheinigt. Dies wird absurderweise auf die enormen Mengen an Hundefäkalien zurückgeführt, die dort den Boden durchtränken sollen − die Nitratwerte wären exorbitant hoch.
Dass diese von den Robinien selber stammen könnten, die in Symbiose mit sog. Knöllchenbakterien (Rhizobien) den Stickstoff aus der Luft binden und ihren Standort damit „düngen“, steht offenbar nicht im Gutachten und auch nicht, dass ein Fällen von Robinien über Wurzelausschläge ihrer nur mehr als je zuvor aufwachsen lässt. Den Rest des Beitrags lesen »
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22. April, 2012 um 16:21 (Baumschutz, Bezirke, Gruenflaechenpflege, Klima, Mediationsforum, Partizipation)
Tags: Baumschutz, Bezirksamt, Brutzeit, Friedrichshain-Kreuzberg, Gruenflaechenpflege, Vegetationsperiode
Aushöhlung von Natur- und Artenschutzrecht
Aus unserer Serie „Kreuzhainer Frühjahrsschnitt“

Wiener Straße entlang des Görlitzer Parks | Zum Vergrößern Fotos bitte anklicken!
Nach einigen Missgriffen noch in der vegetationsfreien Zeit (in Berlin vom 1. September bis zum 28. bzw. 29. Februar), indem z. B., wie berichtet, die stattlichen Platanen am Paul-Lincke-Ufer verschnitten wurden, was dem Mediationsforum „Zukunft Landwehrkanal“ mindestens hätte avisiert werden müssen, hatten wir den anschließenden Zusicherungen vertraut, mit Beginn der diesjährigen Vegetations- und Brutperiode am 1. März werde Natur- und Artenschutzrecht beachtet und nur bei Gefahr im Verzug gehandelt, ansonsten aber bei Bäumen nur Totholz entfernt und allenfalls behutsame Pflegeschnitte vorgenommen.

Wiener Straße / Görlitzer Park
Allein seit es zu grünen und zu blühen beginnt, rücken − noch emsiger als im vergangenen Frühjahr − sowohl amtseigene Kräfte als auch beauftragte Privatfirmen aus und nehmen sich Straße um Straße vor, um entweder durch rigoroses Aufasten der ihr erstes junges Laub tragenden Bäume den „Lichtraum“ freizuschneiden“, wie es eine behördliche Angestellte nach kurzem Abschalten ihrer Kettensäge ausdrückte, oder um durch Entfernen von armdicken Starkästen die Kronen auszulichten oder per Kappung am Wachsen zu hindern. Den Rest des Beitrags lesen »
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24. März, 2012 um 3:30 (AK Sofortmaßnahmen, Baumschutz, Bezirke, Mediation, Mediationsforum, Partizipation)
Tags: Artenschutz, Baumpflege, Brutperiode, Kreuzberg, Naturschutzgesetz, Treptow-Koepenick, Vegetationsperiode
Kronenschnitt und Fällung in der Vegetationsperiode
Bezirke versäumen Information des Mediationsforums

Reduzierte Platanen vor Synagoge
Ob das dpa-Foto vom Amazonas-Kahlschlag die Wichtigkeit des Baumschutzes hierzulande relativieren oder ihn gar lächerlich machen soll, bleibt das Geheimnis der taz-Redaktion. Fakt ist, dass wir auch in Berlin fachlich nicht gerechtfertigte und deshalb in der jetzigen Vegetations- und Brutperiode (1. März bis 31. August [BNatSchG: 30. September]) gleich doppelt unrechtmäßige Kronenrückschnitte oder Fällungen [siehe § 29 (1) 5 NatSchGBln entspr. § 39 (5) 2 BNatSchG] nicht deshalb hinzunehmen bereit sind, weil es woanders noch ungleich schlimmer abgeht.
[Update 26.3.: Hier aus aktuellem Anlass eine von den BaL beauftragte Stellungnahme des Baumsachverständigen, Dr. Barsig, zu Baumarbeiten in der Vegetations- und Brutperiode .]
Nach viereinhalb Jahren Mediation ist es nicht nur eingedenk seiner Veranlassung, sondern auch mit Rücksicht auf die insbesondere von den BürgervertreterInnen in dieses komplexe Verfahren ehrenamtlich investierte Arbeitszeit und -kraft schlicht unerträglich, dass trotz aller einschlägigen Absprachen und vereinbarten Handlungsroutinen, wenn es um Bäume involvierende Maßnahmen am Landwehrkanal geht, von diesen immer mal wieder entweder erst im Nachhinein nach längst vollendeten Tatsachen oder durch eine lapidare Pressenotiz auf der entsprechenden Bezirksamtswebsite zu erfahren. Den Rest des Beitrags lesen »
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26. November, 2010 um 5:09 (Baumschutz, Mediationsforum)
Tags: Baumschutz, Brutperiode, Corneliusstraße, Corneliusufer, crush piler, GRB-System, Gyro Piler, silent piler, Vegetationsperiode
Crush Piler erzwingt mehr Kronenrückschnitt
Alles hat seine Vor- und Nachteile

Crush Piler am Corneliusufer
Der vom japanischen Gerätehersteller GIKEN entwickelte Crush Piler, der eine integrierte Bohrschnecke hat, um auch in die härtesten Böden dringen und anschließend die Stahlspundbohle einbringen zu können −, dieses innovative Gerät ist bei überhängenden Baumkronen selbst dann ungeeignet, wenn sie im Vorfeld prophylaktisch schon beträchtlich zurückgeschnitten worden sind. Sein Bedarf an Baufreiheit bzw. Lichtraum ist durch den Kran, der die Spundbohlen zureicht, weit größer als z. B. beim Silent Piler (ebenfalls von GIKEN, aber ohne Bohrhilfe), den die Firma Mette Wasserbau am Tempelhofer und Schöneberger Ufer − und besonders im Hinblick auf den Baumschutz! − in stilbildender Kooperation mit dem Baumsachverständigen und einer Baumpflegefirma so erfolgreich einsetzen konnte. [Siehe auch das Update im Rest des Beitrags!] Den Rest des Beitrags lesen »
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26. August, 2010 um 22:18 (Baumschutz, Bezirke, Klima)
Tags: Artenschutz, Baumfaellung, Baumpflege, Friedrichshain-Kreuzberg, Naturschutz, Vegetationsperiode
Alle berechtigte Kritik von Bürgervertreter- und PolitikerInnen verpufft
Die gesamte Vegetations- und Brutperiode hindurch wurden und werden im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg über 300 Straßen- und Parkbäume abgeholzt, obwohl nach Bundes- und Berliner Naturschutzgesetz (BNatSchG) in der Sommersaison eine Fällung und gravierende Beschneidung von Bäumen nur in Ausnahmesituationen zulässig ist, nämlich dann, wenn es sich um Gefahrenbäume handelt, die unmittelbar die Verkehrssicherheit gefährden. Ansonsten sind aufgrund von Baumkontrollen festgelegte Schnittmaßnahmen an Bäumen außerhalb der Vegetationsperiode durchzuführen. − Die BIs BaL und BfK erneuern ihre Forderung nach einem Fällmoratorium! Den Rest des Beitrags lesen »
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9. August, 2010 um 22:39 (Baumschutz, Bezirke, Gruenflaechenpflege, Klima, Nachhaltigkeit, Partizipation)
Tags: Baumdiagnose, Baumfaellung, Baumgutachten, Brutperiode, Outsourcing, Rekommunalisierung, Vegetationsperiode
Baum- und Artenschutz sind unverhandelbar
[Siehe auch den Nachtrag vom 11.10. am Ende des Postings. -
Für den 17.8., 17 h, ist nun eine Sondersitzung des Umweltausschusses
der BVV F'hain-Kreuzberg mit dem einzigen TOP "Baumfällungen
im Ortsteil Friedrichshain" anberaumt, wobei sich für uns
natürlich folgende Fragen stellen:
a) Was ist mit den 74 Fällungen in Kreuzberg (27 noch offen)? und
b) Erhalten wir − mit etwas Vorlauf − vorher noch die aktualisierte
Fällliste von Friedrichshain?]

Ahorn 139 auf der Bänsch-Promenade mit Schrägstand
Der Aufschrei angesichts der Pläne, für sechs Mio. Euro den Gendarmenmarkt weltstadtkompatibel umzugestalten, dabei die Sicht auf baumverstelltes Kulturgut freizuschlagen und 140 Kugelahorne zurückzubauen, hat einiges Medienecho evoziert [siehe unsern Pressespiegel und bspw. auch hier] und Tausende zur Protest-Unterschrift veranlasst. Auch der BUND Berlin lehnt in einer Stellungnahme gegenüber Bezirksstadtrat Gothe und einer Pressemitteilung die geplanten Fällungen entschieden ab. [Update 10.08.10: Ein erneutes Überdenken auf Seiten des Stadtrats laut einer PM schon vom 3.8. macht derweil Hoffnung. − Siehe auch die Stellungnahme des NABU Berlin.]
Unterdessen gehen in Friedrichshain-Kreuzberg jedoch die Sommerfällungen weiter, noch dazu ausgeführt von Fremdfirmen mit unqualifiziertem Personal unter Verstößen gegen Naturschutzrecht. In der letzten Woche übersandte uns das Bezirksamt die am 2.8. aktualisierte Fällliste für den Ortsteil Kreuzberg, derzufolge 47 Bäume mitten in der Vegetations- und Brutperiode gefällt worden sind − mit nach unserer Meinung größtenteils fragwürdigen Begründungen −, während noch immer 27 Bäume auf die Säge warten. Den Rest des Beitrags lesen »
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