Anwohnerversammlung wg. BWB-Vorhaben

Zeitabläufe und Kommunikation optimierbar!

Interessierte treffen sich Dienstag, 30.4., 18h, im Regenbogencafé

Wie berichtet, sollen wegen Verzögerungen im Planungsprozess die dem Neubau des Auslaufbauwerks am Kreuzberger Paul-Lincke-Ufer im Wege stehenden fünf Linden nun in der voll ausgebrochenen Vegetations- und Brutperiode gefällt werden, was gemäß Naturschutzgesetz nur in Ausnahmefällen (Herstellung der Verkehrssicherheit bei von Bäumen ausgehenden Gefahren) geschehen darf.

Von Anwohnern drapierte Linden

Von Anwohnerinnen drapierte Linden

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Der Flaschenhals ist freigemacht

BürgerInnenvorschläge überwiegend ignoriert

Bericht von einem Ortstermin

Die Rodungsarbeiten im sog. Flaschenhals südlich der Yorckstraße, um auch diesen Teil einer einst einzigartigen Bahnbrachenlandschaft barrierefrei nicht nur für Gehbehinderte und SenorInnen, sondern auch für den Fernradverkehr nach Leipzig zu erschließen, wurden noch außerhalb der Vegetations- und Brutperiode zu Ende gebracht. Im unbelaubten Zustand erscheinen Vorwald und Wäldchen jetzt sehr licht. Allein über sechzig Bäume , die der Baumschutzverordnung unterlagen, wurden entnommen.

Aufbruch

Aufbruch von unter der Monumentenbrücke | zum Vergrößern bitte jeweils anklicken!

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Unzureichende Beteiligung verlängert Planung

Von der zweiten Werkstatt zum Kleinen Tiergarten

Abstimmen übers Baumfällen?

Diesmal konnte sich Gisbert Preuß vom Koordinationsbüro für Stadtentwicklung (KoSP) entspannt zurücklehnen: für externe Moderation war gesorgt. Doch die „Trennung von Beziehungs- und Sachebene“ gelang auch Moderatorin Isabel Kresse nicht immer, und als sie gegen Ende der über sechsstündigen 2. Planungswerkstatt zum Kleinen Tiergarten unversehens ein „Meinungsbild“ herstellen wollte − „Wer für den Erhalt aller Bäume ist, steht jetzt mal auf!” − und in der Art der Fragestellung die gerade präsentierten Ergebnisse des Thementischs zum Naturschutz auch noch falsch resümierte, murrten nicht wenige.

2. Planungswerkstatt Kl. Tiergarten

2. Planungswerkstatt Kleiner Tiergarten in Moabit

Wenn man von 20.000 Menschen im Einzugsgebiet ausgeht, so ein Anwohner, dann handelte es sich bei den knapp fünfzig Interessierten und Engagierten, die ihren Samstagnachmittag (24.11.) im Gemeindesaal der Alt-Moabiter Johanniskirche verbrachten, gerade mal um ein viertel Prozent. Entscheiden durch Abstimmen, und wenn’s auch nur um ein „Meinungsbild“ gehen soll, verbietet sich da von vornherein. Den Rest des Beitrags lesen »

Instrumentalisierte BürgerInnenbeteiligung

Ein Jahr Gleisdreieckpark: ein Grund zum Feiern?

Schade: das Interesse der Anwohner- und der tausende von NutzerInnen des neuen Gleisdreick(ost)parks hielt sich in engen Grenzen, als anlässlich seines einjährigen Bestehens die AG Gleisdreieck gestern (31.8.) zu einer Podiumsdiskussion über „Rückblick, Verbesserungen, Visionen“ einlud.

Auf dem „Podium“ (bzw. der Stirnseite der Runde) hatten Senatsvertreterin, Ursula Renker, Friedrichshain-Kreuzbergs Baustadtrat, Hans Panhoff, der von der senatseigenen Grün Berlin GmbH eingesetzte Parkmanager David Keuck sowie der mit anderen für den Park, der einst Autobahn werden sollte, seit einem Vierteljahrhundert streitende Matthias Bauer als BürgerInnenvertreter Platz genommen. Verantwortliche von Grün Berlin sowie den Planern des Atelier Loidl blieben hingegen fern. [Wie wir jetzt erfahren haben, saß Grün Berlins derzeitiger Projektleiter für den Parkbau, Rolf Bieser, noch nicht lange Nachfolger von Regina Krokowski, im Publikum, ohne sich zu äußern.]

Podium

Moderatorin M. Riede (stehend), M. Bauer, H. Panhoff, U. Renker, D. Keuck (v.l.n.r.)

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80jährige Linde versehentlich gefällt

Natur- & Artenschutz nachrangig wie Partizpation


Ratibor-Linde18

Silberlinde Nr. 18 in der Kreuzberger Ratiborstraße 14 am 1. Juli 2012

Vorweg: Kahlschlag in Friedrichshainer Promenade

Eine turbulente Woche auch an der Friedrichshain-Kreuzberger Straßenbaumfront liegt hinter uns. Entlang der Bänschpromenade sind inzwischen tatsächlich, wie auf der Fällliste angekündigt, mitten in der Schonzeit 19 Robinien abgesägt worden, da ein Gutachten vorläge, das ihnen sämtlich inwendige Fäule und mangelnde Standsicherheit bescheinigt. Dies wird absurderweise auf die enormen Mengen an Hundefäkalien zurückgeführt, die dort den Boden durchtränken sollen − die Nitratwerte wären exorbitant hoch.

Dass diese von den Robinien selber stammen könnten, die in Symbiose mit sog. Knöllchenbakterien (Rhizobien) den Stickstoff aus der Luft binden und ihren Standort damit „düngen“, steht offenbar nicht im Gutachten und auch nicht, dass ein Fällen von Robinien über Wurzelausschläge ihrer nur mehr als je zuvor aufwachsen lässt. Den Rest des Beitrags lesen »

Aus Anlass des Enttäuschungsgipfels

Erinnerung an die Berliner Strategie zur natürlichen Vielfalt

Nachklapp zur stadtökologischen WSA-Tour

Auch wenn es schon aus unserm vorigen Bericht (und manch anderen) hervorgeht, möchten wir gerne noch mal eigens darauf hinweisen, wie kontraproduktiv und höchst misslich es doch ist, dass die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt aus Angst vor Auswirkungen auf die Finanzplanung sich in Sachen Qualifizierung der Ufergrünzüge am Mediationsverfahren „Zukunft Landwehrkanal“ partout nicht (mehr) beteiligen mag.

In der im Mai beschlossenen Berliner Strategie zur biologischen Vielfalt heißt es in der Begründung zum Ziel Numero 7: „Auch wenn viele Gewässer städtisch geprägt sind, soll der Spielraum für die Entwicklung naturnaher Gewässer- und Uferabschnitte verstärkt genutzt werden.“

Messerschnitt

Dafür hat das Bezirksamt immer Ressourcen: Kahlrasur am Prinzenbad

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Baumpflege fängt von unten an

Der 1. Lichtenberger Baumschutzkonferenz 2. Teil

[Hinweis: Falls tl;dr, scrollen Eilige bitte gleich zum Fuß des Beitrags und verwandeln durch Anklicken eins der Fotos die Galerie zur Slideshow.
Update: Eine weitere Auswertung der Workshops findet sich hier.
Und hier geht's zu Teil I...]

Der dritte Vortrag am Freitag vor einer Woche (27.4.) führte mitten in die Praxis. Unterm Titel „Problemlagen und Grenzen der Baumpflege aus verschiedenen Blickwinkeln“ erläuterte der Baumsachverständige, Dr. Michael Barsig, insgesamt sechs Thesen, wovon die erste lautete

1. Baumpflege fängt von unten an

Als Beispiel für falsche Baumwahl in Hinblick auf die Wurzeleigenschaften mussten als klassische Flachwurzler die Birkenpappeln in der Kohlfurter Straße in Kreuzberg dienen, deren Presswurzelbildung gerade bei zu hoher Unterbodenverdichtung und weniger verdichteter, sauerstoffreicherer Tragschicht zu Wurzelaufdruck und damit zu Oberflächen-, in diesem Fall Gehwegschäden führen. Den Rest des Beitrags lesen »

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