Fesselungsfolgen

Bericht des Baumsachverständigen

Würfelgrube

Betonwürfelgrube © T.Henniger (WSA)

Nach dem wasserseitigen Einbau von Spundwänden konnte, wie berichtet, die Beräumung der ersten Tranche von zehn Brockelmannschen Würfeln erfolgen, nämlich am Herkulesufer in Mitte (Abschnitt 2) und am Tempelhofer Ufer in Kreuzberg (Abschnitte 3 und 5). Der Baumsachverständige Dr. Michael Barsig, von den BaL durchgesetzter “Bauleiter Baumschutz“, hat im Auftrag des WSA daraufhin die betreffenden Bäume und Standorte am 10. und 12. Juni noch einmal näher untersucht [siehe seinen Bericht] und aufgrund der mechanischen Belastung an Kastanien Rindenverfärbungen sowie auf Grund der auch nach ihrem Austausch offenbar noch immer zu wenig atmungsaktiven Manschetten Schädlungsbefall festgestellt, der aber jetzt, wo die Stellen wieder freiliegen, zurückgehe. Ob sich nach Ablösung der geschädigten Rindenpartien gesundes Gewebe nachbildet oder es zu Nekrosen kommt, bleibe abzuwarten.

Manschetten vorübergehend abnehmen!

Weidenkrone mit Totholz

Weide mit Totholz © M.Barsig

Gerade angesichts der anhaltend feuchten Witterung rät Barsig deshalb zu einer vorübergehenden Abnahme der Manschetten an den weiterhin angepflockten Kastanien und Linden an Cornelius- und Tempelhofer Ufer am besten Ende Juni/Anfang Juli, auch um ggf. Läusebefall zu entfernen.

Der Gesamtzustand der Bäume sei aber bis auf eine Ausnahme, die Weide Nr. 22 (nahe Fußgängerübergang Möckernbrücke), zufriedenstellend, kein Standsicherheitsrisiko erkennbar und deshalb seien hierzu auch keine eingehenderen Untersuchungen übers VTA hinaus notwendig. Bei der genannten Weide ist in der Krone auffällig viel Totholz entstanden, so dass die Anbindung in diesem Fall womöglich Leitungsbahnen geschädigt hat. An der Stammbasis dieses Baums fallen Rindenverfärbung und Sekretfluss auf. − Hier sind weitere baumpflegerische Maßnahmen nötig.

Innovativen Verfahren eine Trasse!

Gute Nachrichten für die Kanalsanierung

Nachdem neue technische Errungenschaften wie bspw. das Einpressen von Stahlspundwänden mit integriertem Vor- bzw. Lockerungsbohren insbesondere nach den Erfahrungen am Corneliusufer nicht nur die BürgervertreterInnen fasziniert hatte, war der Niederlassungsleiter der Firma GIKEN Europe in Deutschland, Dr. Naji Al-Arja, in der achten Sitzung des Arbeitskreises Sanierung Gelegenheit gegeben worden, noch den zweiten Teil seiner Präsentation der durchaus revolutionären Verfahren des japanischen Unternehmens vorzustellen.

Spunden während lfd. Bahnbetrieb

Verspundung während laufendem Betrieb (Bahnstrecke Gotha–Leinefelde) © GIKEN

Ökologie und Umweltverträglichkeit kommen laut Eigenwerbung bei GIKEN an erster Stelle, wobei es vor allem um die Minimierung von Lärm, Abgasen und Gelände-Erschütterung geht, doch auch die Bauzeit wird durch Verfahren, die mehrere Arbeitsschritte integrieren, natürlich erheblich verkürzt, ja bei Anwendung des sog. GRB-Non-Staging-System bestünde sogar die Möglichkeit, den Schiffsverkehr aufrecht zu erhalten: Da Hebekran und Antriebsaggregat auf der bereits eingepressten Spundwand fahren und nur die Bohlen auf einer schmalen Schute herangeführt werden müssten, böte das System noch genügend Raum für die Ausflugsdampfer − und der Rundfahrt womöglich eine weitere Attraktion. Wenn wir uns vor Augen halten, dass die Deutsche Bahn mit den höchsten Sicherheitsstandards die Verspundung eines abrutschgefährdeten Bahndamms bei Langensalza [mit Crush Piler, siehe Foto] während des laufenden Zugverkehrs genehmigt hat, können die vom WSA vorgebrachten Sicherheitsbedenken, die so oder so eine Vollsperrung fordern, nicht recht überzeugen.

Erprobung von Pressverfahren bei der Elbdeich-Sanierung

Heute nun berichteten Mitarbeiter der Ingenieurgemeinschaft WTU GmbH, die im Auftrag des Landesumweltamts Brandenburg im Elbe-Elster-Gebiet nahe Mühlberg die Sanierung der dortigen Deiche überwacht, von Proberammungen und Spundwandarbeiten mit verschiedenen Verfahren, nämlich Vibrieren, Rammen, Pressen und Pressen mit Einbringhilfe, wobei das Crush-Pile-System der Fa. GIKEN mit deren eigenem Personal zum Einsatz kam. Die Firma habe einen sehr guten Eindruck gemacht, aber dies erstrebten bei Probearbeiten natürlich alle Bewerber. − Deshalb hatte Al-Arja im Vorfeld verständlicherweise großes Interesse an diesem Vortrag über die Auswertung der verschiedenen Techniken bekundet, war auch vom WSA via Mediatoren eingeladen, dann aber vom Amt direkt wieder ausgeladen worden, da der Auftraggeber LUA Brandenburg sich auf den Standpunkt gestellt haben soll, dass dann aus wettbewerbsrechtlichen Gründen alle Hersteller von Baumaschinen hätten eingeladen werden müssen…

Einsatz des Doppel-Z-Crush-Pilers bei Bad Langensalza

Einsatz des Doppel-Z-Crush-Pilers bei Bad Langensalza © GIKEN Europe

Die Bodenverhältnisse im genannten Gebiet sind mit jenen am LWK durchaus vergleichbar, d. h. im sandigen Untergrund finden sich ab einer gewissen Tiefe schwer durchdringbare Mergel-Geschiebe oder gar Steinblöcke, die das Rammen oder gar Pressen unmöglich machen. Da jedoch GIKENs integriertes Pressbohren, also das Crush Piling, teurer sei und auch langsamer vonstatten gehe als das Einrütteln der Stahlbohlen, plädierten die WTU-Ingenieure unter den dortigen Gegebenheiten fürs Einvibrieren und -pressen.

Wegen des Schädigungsgrads unseres Bauwerks, der Nähe von Wohnbebauung, Brücken, U-Bahnschächten etc. scheidet am LWK das Vibrierverfahren jedoch aus. Was hingegen den Zeitfaktor betrifft, der beim Crush Piling vergleichsweise am höchsten lag, so ist daran zu erinnern, dass Al-Arja auch das Einbringen von Doppel-Z-Bohlen als inzwischen technisch gelöst darstellte, wodurch sich die Arbeitsgeschwindigkeit erheblich beschleunigen dürfte.

BAW hat keine Bedenken gegenüber Crush-Piling-Test am LWK

Frank Liebetruth von der Bundesanstalt für Wasserbau überraschte mit der Auskunft, auch die Bodenkundler seiner Behörde hielten das Crush-Pile-System, bei dem der Bohrkopf dem in den Boden dringenden und mit fensterartigen Öffnungen versehenen Gehäuse ca. 30 cm vorläuft, mit der DIN EN 1536* verträglich, die bei instabilen Böden unverrohrtes Bohren verbietet. Da nämlich gerade die „Fenster“ die Druckbilanz innerhalb und außerhalb der Röhre ausgleichen, sei ein unkontrollierter Bodenentzug in der Umgebung des Bohrkopfs mit Gefahr eines hydraulischen Grundbruchs unwahrscheinlich. Und wie schon die TeilnehmerInnen des AK Sanierung sprechen sich nun auch die BAW-Leute für Teststrecken am Kanal aus, um besagtes System zu erproben.

Beschlussempfehlung fürs Forum!

Spunden in unmittelbarer Gebäudenähe

Verspundung in unmittelbarer Gebäude-Nähe (Aalborg, Dänemark) © GIKEN Europe

Wir schlagen hierfür einerseits den abgerutschten Riedel-Anleger am Maybachufer vor, da hier, sollte es doch zum befürchteten Grundbruch kommen, ja nicht mehr viel abrutschen kann und die Nähe von Wohnbebauung, U-Bahnschacht und Brücke gerade anspruchsvolle Randbedingungen für einen Machbarkeitsnachweis darstellen; nicht zuletzt macht es die Flexibilität des Verfahrens eher unwahrscheinlich, dass bei auftretenden Schwierigkeiten alles auf Halt gedreht werden muss, um ein halbes Jahr liegen zu bleiben, und wird insofern auch vom Betreiber des Anlegers befürwortet.

Und zum anderen schlagen wir eben das Corneliusufer vor, wo Pressen und Rammen, wie erinnerlich, abgebrochen werden mussten, als sich der Boden unerwartet fest erwies. Da auch die hohen Kosten des Crush Piling gegen das System ins Feld geführt werden, sollte das WSA einmal den bisherigen Verlauf der Bewältigung jener ersten 370 Meter mit den gesicherten Bäumen (ganze 20 [Korrektur: nur 10 von insges. 40] Brockelmannsche Würfel konnten entfernt werden!) inklusive der bisherigen Kosten transparent und nachvollziehbar auflisten, damit uns die Möglichkeit einer Hochrechnung auf die verbleibenden ca. zehneinhalb Kanalkilometer gegeben ist, wenn weiter nach den althergebrachten Standards verfahren werden soll. − Die Vorbehaltlichkeiten einer entsprechenden Beschlussempfehlung des AK Sanierung ans Mediationsforum sind damit jedenfalls weitestgehend ausgeräumt!

Der Crush Piler, so betonten die WTU-Ingenieure, bestehe aus einem voluminösen Gerätepark und benötige eine immense Arbeitshöhe von über 20 Metern. Mithin kann er dort, wo es überhängende Baumkronen gibt, nicht zur Anwendung kommen. All diese Stellen aber, so versicherte Al-Arja im zweiten Teil seiner Präsentation, seien mit einem ganz neuartigen System, dem sog. Gyro Piler lösbar [vgl. griech. gyros - Kreisel], der am Rand mit „Zähnen“ versehene Rohre in die Erde treibt, in unmittelbarer Nachbarschaft von Gebäuden sogar durch Beton dringen kann und dabei eine Arbeitshöhe von nur 4,50 (!) Meter beansprucht. Die Rohre werden gestückelt, im Wasser verschweißt und die Zwischenräume mit einem Winkel-Eisen verschlossen.

WSA-Wetten

Was nun den Zeitplan bzgl. Maybachufer angeht, so beharren die WSA-MitarbeiterInnen darauf, dass es dort wie geplant am 2. November losgehe, obwohl erst dieser Tage mit Bodensondierungen begonnen worden ist, ja sind sogar bereit, eine Kiste Sekt darauf zu wetten, so dass sich die Vermutung aufdrängt, es werde da noch was in der Hinterhand gehalten. Was freilich den planmäßigen Abschluss der Arbeiten am 31. März 2010 angeht, möchten die Betreffenden aber doch lieber nicht wetten…


* „Durch die EN 1536 wurden auch die Anforderungen für den Einsatz des unverrohrten Bohrens mit einer durchgehenden Bohrschnecke (Schneckenbohrpfählen) verschärft. Von nun an müssen bei instabilen Bodenschichten mit einer höheren Mächtigkeit als die des Pfahldurchmessers die Machbarkeit des Verfahrens durch örtliche Erfahrung oder Probepfähle nachgewiesen werden.“ [siehe hier]

Kinderbeteiligung ist dankbarer!

Von der Eröffnung des ersten Berliner Naturerfahrungsraums

Bächlein

Hügel mit Bächlein und Baumbrücke

Nach diesem wahrlich durch-eventisierten Wochenende noch eine Rückblende auf die gut besuchte Eröffnung des Naturerfahrungsraums (NER) auf dem Gelände des ehemaligen Anhalter Güterbahnhofs am letzten Freitag (19.6.). Im Vorfeld hatten wir uns daran gestoßen, dass die Natur, die die Kinder in diesem „Pilotprojekt“ erfahren sollen, nach ihren Ideen und Vorschlägen gestaltet worden sei − die Morgenpost sprach im Titel ihres Berichts auch lieber vom „Naturspielplatz“ − und können schon mal vermelden, dass zumindest die Kinder von der Umsetzung ihrer Vorschläge hellauf begeistert sind. Bleibt die sauertöpfische Frage, ob das allein wirklich die Hauptsache sein kann.

Knüppeldamm

Knüppeldamm

In einem aufwendigen, sorgfältig organisierten Beteiligungsprozess mit Interviews, Fragebögen, Modellbau, Planungstagen in den Ferien und dgl. mehr bezogen MitarbeiterInnen der ARGE Naturerfahrungsräume Berlin unter Leitung von Dr. Jutta Heimann insgesamt knapp 70 Kinder im Alter von 5 bis 14 aus Schulen, Horten und Kitas der Umgebung in die Gestaltung dieses ersten Berliner NER ein.

Dammbau

Dammbau

Auf einer Fläche von rund dreieinhalbtausend Quadratmetern schuf dann die Grün Berlin GmbH, wie wir es schon kennen, mit schwerem Gerät Natur. Ein alter Hügel wurde abgetragen, da er tief im Innern, entgegen eines ersten Gutachtens, doch Asbest enthalten haben soll, und ein großer und einige kleine neu aufgeschüttet sowie Tümpel und Bächlein mit Kiesbett angelegt. Ein künstlicher kleiner Teich hätte, um das Wasser zu halten, mit Ton oder Folie ausgekleidet werden müssen, was das Budget von 60.000 Euro nicht hergegeben habe. Die vorhandene Vegetation von den Bäumen übers Strauchwerk bis hin zum strapazierfähigen Kraut und Gras sei unangetastet einbezogen worden, und zusammen mit den Kindern wurde an zentraler Stelle ein Apfelbäumchen gepflanzt.

Wasserspiele

Wasserspiele

Knapp 500 Wünsche, was sie auf dieser Fläche am liebsten täten, wurden den Kindern entlockt! Erwartungsgemäß erwies sich dabei „Herumtoben“ als eindeutiger Spitzenreiter, aber schon auf Rang zwei folgt „Tiere entdecken und beobachten“. (Ob sich freilich dieser, wenn’s um Naturerfahrung geht, naheliegende Wunsch − mal abgesehen von der Vogelwelt, deren weniger scheue VertreterInnen auch hier mal zwischenlanden werden − ansonsten übers Reich der Insekten und Spinnen hinaus erfüllen wird, scheint eher zweifelhaft.) Weiter ging’s auf der Wunschliste mit „Versteck und Ball spielen“; auf „Ästen klettern und schaukeln“ kam auf den fünften Platz.

Landart

LandArt

Zur allgemeinen Begeisterung setzten Angehörige des THW mit zwei Feuerspritzen das Tälchen ausgiebig unter Wasser. Jauchzend planschten und matschten die Kleinen, während sich ihre Eltern auf dem Aussichtshügel in Sicherheit brachten; die älteren Kinder bauten Staudämme oder, mit Anleitung und im Trockenen, Hütten aus bereitgestellten Jungstämmen, Ästen und Stricken, doch allzu weit kamen sie damit nicht. Die Jugendlichen hingegegen interessierten sich mehr für die Mitmach-Kunst in Stein oder Holz auf dem Platz der Open-Air-Bildhauer, der in die Anlage integriert worden ist.

Hüttenbauen

Hütte oder Zelt?

Diese ist zur Sicherheit (!) Kinder und BesucherInnen von NER und angrenzendem interkulturellem Rosenduftgarten vor den Bauarbeiten mit jenem stabilen Zaun umfriedet, der, wie berichtet, früher das Wäldchen schützte, und erneut bedauerten MitarbeiterInnen der Bezirksverwaltung, dass Grün Berlin ihn dort niedergerissen und hier aufgestellt hätte. Inzwischen sei aber der westliche Rand des Wäldchens wieder eingezäunt, nur seine östliche Seite liege nach wie vor offen…

NER = Naturspielplatz?

Grinserinnen

Cheese!

Was nun unsere Einschätzung dieser reichlich synthetischen „Naturerfahrung“ anlangt, so können wir leider nur wiederholen, dass wir, als anlässlich geführter Exkursionen über die damals noch einigermaßen naturbelassene Bahnbrache Gleisdreieck erstmals von hier zu schaffenden Naturerfahrungsräumen für Kinder und Jugendliche die Rede war, vollkommen andere, zugegebenermaßen allzu naive Erwartungen hegten. Wir glaubten, es konkretisiere sich im Umgang mit dieser einzigartigen Berliner Brachlandschaft bereits jener überfällige Paradigmenwechsel unterm Motto „Zulassen von Wildnis im urbanen Raum“, und zwar im Sinne der Bereitschaft der Verantwortlichen, im Interesse einer Entvirtualisierung der Lebens- und Erfahrungswelt unserer Kinder und der Entwicklung und Stärkung ihrer affektiven Bindungen an ihre natürliche wie soziale Mitwelt den Irrweg eines zusehends pathologisch-paranoiden Sicherheits- und Behütungsdenkens, einer DIN- und TÜV-fixierten Versicherungsmentalität, der jeder Baum, jede Dornenhecke, jede Herbstzeitlose als unberechenbare Gefahrenquelle gilt −, diesen angesichts der manifesten Gefahren auch nur des motorisierten Individualverkehrs geradezu absurden Irrweg endlich ein Stück weit zu verlassen, indem gerade Stadtkindern in erreichbarer Nähe möglichst ungenormtes Naturerleben eröffnet wird, um ihnen den unvergleichbaren Wert dessen nahezubringen, was tagtäglich in wachsendem Tempo gerodet, versiegelt, ausgerottet und vernichtet wird.

Diese Chance wird auf dem Gleisdreieck zusehends vertan −, was aber beileibe nicht heißen soll, dass dieser erste Berliner NER nicht ein schöner Naturspielplatz geworden ist. Wir müssen klein anfangen! Wenn wir freilich dieses Pilotprojekt zugleich als Ouvertüre der Parkgestaltung sehen, überkommt uns Beklemmung.

Große Leere

Jenseits die Große Leere

Döblin-Platz: BürgerInnen-Beteiligung revisited

BürgerInnen-Inititative Bäume für Kreuzberg

Kritik an Durchführung der Partizipation zurückgewiesen

Bürgermeister Franz Schulz

Bürgermeister Franz Schulz moderiert

Die inzwischen dritte, von Bürgermeister Franz Schulz persönlich geleitete BürgerInnen-Versammlung zur Umgestaltung des Alfred-Döblin-Platzes befasste sich am letzten Freitag (19.6.) rund drei Stunden lang intensiv mit dem „nach den Bürgerwünschen“ modifizierten Planentwurf des Büros Blanc, Scheidel und Kollegen.

Nicht wenige der Anwesenden waren freilich nach wie vor der Meinung, dass sich genau dieser Entwurf (insbesondere wegen seiner multifunktionalen Granitquader als markantestem Element) verglichen mit den beiden Konkurrenz-Entwürfen von Lützow7 und Office Poly der geringsten Zustimmung von Seiten der Bevölkerung erfreut habe und, etwa im anlässlich der Ausstellung der drei Gestaltungskonzepte ausliegenden Gästebuch, vom weit überwiegenden Teil der Meinungsbekundungen abgelehnt worden sei.

3. BürgerInnen-Versammlung zum Alfred-Döblin-Platz

3. BürgerInnen-Versammlung zur Umgestaltung des Döblin-Platzes

Auch Alfred Döblins Sohn Stephan bevorzuge keineswegs den umstrittenen Blanc-Scheidel-Entwurf, wie es im Protokoll der entscheidenden Jury-Sitzung heiße, und die Vorsitzende der Internationalen Döblin-Gesellschaft, Gabriele Sanders, beurteile ihn als in jeder Hinsicht zu hinterfragen. Der Regisseur Dirk Szuszies (Resist) verlas seinen von zahlreichen Menschen unterzeichneten Offenen Brief an die Jury, der vorab auch an die Fraktionen und Ausschussmitglieder der BVV versandt worden war.

Das Entscheidungsgremium, das aus Angehörigen der beteiligten Verwaltungsebenen, einer Landschaftsarchitektin, die den Vorsitz führte, und einem Vertreter der Kirchengemeinde als der Hauptanliegerin, jedoch aus keinem/r BürgervertreterIn bestand, habe sich über das mehrheitliche Votum der BürgerInnen einfach hinweggesetzt und sei damit Gefahr gelaufen, das ganze Verfahren der BürgerInnenbeteiligung zur Farce werden lassen. [Vgl. auch hier.]

MitarbeiterInnen Verwaltung, Stattbau, Blanc & Seidel

MitarbeiterInnen von Verwaltung, Stattbau und Blanc, Scheidel & Kollegen

BürgerInnen-Voten durchaus berücksichtigt?

Dem widersprachen sowohl anwesende BürgerInnen, Jury-Mitglieder als auch der Bürgermeister selbst. Mit Verweis auf den Aushang einer aus dem Französischen übersetzten Mail, rief Dr. Schulz zunächst dazu auf, Stephan Döblin nicht zu instrumentalisieren: dieser habe lediglich darum ersucht, das Zitat aus dem Werk seines Vaters aussuchen zu dürfen, womit auf dem nach ihm benannten Platz an sein Schaffen erinnert werden soll. − Stephan Döblins angeblich eindeutige Bevorzugung des Sieger-Entwurfs („Gedenkcharakter und Würde“) lässt sich damit jedenfalls nicht mehr stützen; allenfalls kann, insofern er ja als einziger ein Werk-Zitat vorsieht, eine Präferenz indirekt erschlossen werden. − Sodann sei auf der zweiten BürgerInnen-Versammlung am 28.4. den AnwohnerInnen durchaus die Möglichkeit gegeben worden, eine/n VertreterIn ins Entscheidungsgremium zu entsenden, doch habe sich leider niemand dazu bereitgefunden. − Dass es ein solches Angebot gegeben habe, bestreiten nun wiederum verschiedene TeilnehmerInnen jener zweiten Veranstaltung ausdrücklich! − Auch sei die Vergabe der 400.000 Euro aus dem Senatsförderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz allein an den Erhalt der Lesbarkeit der Dresdener Straße, aber an keine weiteren Auflagen geknüpft.

Inhaltlich begründeten die anwesenden Jury-Mitglieder, grob zusammengefasst, ihre Entscheidung damit, dass die beiden anderen Entwürfe hinsichtlich Gestaltung und Bepflanzung entweder zu teuer, zu pflegeintensiv und, weil vorwiegend dekorativ-barock, wenig nutzungsfreundlich (Lützow7) oder in ihrer Umfriedung der Dreiecksfläche durch eine Hecke zu unflexibel-abschottend sowie − mit der Alternative Pflaster oder Rasen − räumlich zu unstrukturiert, unruhig und offen seien und letztlich beliebig blieben (Office Regina Poly mit studio LOV). [Siehe auch die drei Gestaltungsentwürfe sowie das Protokoll der entscheidenden Jury-Sitzung vom 19. Mai.]

Vorwärts zur 4. BürgerInnen-Versammlung!

In dieser Beurteilung wurde, so müssen wir nachträglich feststellen, den BürgerInnen-Wünschen nach einem „grünen Kleinod“ einerseits, einem nachbarschaftlich kommunikationsfördernden Aufenthaltsort andererseits zumindest Rechnung zu tragen versucht. Es soll kein Baum gefällt, die dort stehende Eibe nicht ausgeastet und Nist- und Nährgehölz für die Vögel ausdrücklich erhalten bzw. nachgepflanzt werden. − Bleiben die Granitquader als buchstäbliche Steine des Anstoßes, die zwar haltbarer und pflegeleichter als Bänke sein mögen, deren von Blanc und Scheidel vorgeschlagene ergonomische Modifizierung (Holzauflage; nach Sonnenstand schwenkbare Rückenlehnen bei einzelnen; Ausfräsung für Beinfreiheit nach rückwärts) viele jedoch noch nicht überzeugen konnten.

Letztgenanntes Büro wurde also zu weiteren Modifizierung aufgefordert, wobei u.a. Vorschläge kamen, die Luckauer Str. zur Spielstraße zu machen, zu begrünen und damit dem Platz zuzuschlagen, auch wenn dadurch Parkplätze wegfielen („Bäume statt Stellplätze!“), die Y-förmige Durchwegung der Dreiecksfläche zu entsiegeln, um noch weiteres Grün zu erhalten, sowie auch außerhalb ihrer noch Sitzmöglichkeiten zu schaffen. Der Wegweiser auf die diversen Stadtschlösser wurde weiterhin kritisch gesehen, ein in die Straße eingelassenes Döblin-Zitat positiv gesehen, neben dem Erhalt der „Lesbarkeit der Dresdener Straße“ als der ältesten Straße Kreuzbergs aber auch ein deutlicher Hinweis auf Verlauf von Mauer und Todesstreifen angemahnt.

Angesichts der mannigfachen Kritikpunkte nicht zuletzt an der Art der Durchführung der BürgerInnen-Beteiligung wird es demnächst noch eine vierte Versammlung geben, in welcher der weiter modifizierte Planungsentwurf vorgestellt und diskutiert werden soll. Ob, wie geplant, bereits am 31. Juli eine überarbeitete BPU bei Senatens eingereicht werden kann, scheint allerdings fraglich.

Naturerfahrung à la Grün Berlin

Panorama 01

Vor dem Park kommt die tabula rasa

Eröffnung der „zweiten anwohnerorientierten Fläche“ auf der Park-Baustelle Gleisdreieck

Kommenden Freitag, 19. Juni, ab 14:30 Uhr soll „der erste Baustein“ des werdenden Gleisdreieck-Parks eröffnet werden, nämlich der sogenannte Naturerfahrungsraum (NER), der „von Bürgern angeregt, nach Ideen der Kinder geplant und von Grün Berlin umgesetzt“ worden sei, wie es in der offiziellen Einladung heißt.

NER-Baustelle

NER-Baustelle

Verständlicherweise stutzen wir hier sogleich: Dass Natur gebaut werden muss und auch noch ausgerechnet auf dem Gleisdreieck, wo sie sich als Kollateralnutzen von Mauer und Teilung ein paar Jahrzehnte eigendynamisch und relativ unbehelligt in bemerkenswerter Fülle entwickeln durfte, lässt uns schlucken. Das meiste ist inzwischen ja längst wieder platt gemacht und in jene Form gebracht, woraus traditioneller Weise die Planerideen sprießen: die tabula rasa oder das Reißbrett.

Kinder, es darf „gematscht“ werden!

Wäldchenrand 01

Wäldchenrand

Und dass Natur, welche Kinder doch allererst erfahren sollen, bereits nach ihren Ideen „geplant“ wird, steigert unsere Verblüffung. Doch wir sind gespannt:  Noch vor kurzem sah genau dieses Fleckchen wie eine x-beliebige Baustelle aus [s.o.], die ausgerechnet auch noch mit jenem Zaun vor Unbefugten gesichert wurde, der vormals das natürliche Kleinod und Herzstück dieser noch vor kurzem einzigartigen städtischen Brachlandschaft: das sog. Wäldchen schützte. Dieses Wäldchen und der stabile Zaun drumherum gehören, wie berichtet, de jure dem Bezirk F’hain-Kreuzberg, und Bürgermeister Franz Schulz zeigte sich über das eigenmächtige, unabgesprochene Vorgehen der senatseigenen Grün Berlin GmbH ziemlich entrüstet, doch ansonsten ist offenbar nichts geschehen.

Durchwegung

Durchwegung des Wäldchens

Denn nun soll sich der Bezirk ja gefälligst darüber Gedanken machen, wie die Sportflächen im Westteil auszusehen haben, wenn an der interkulturellen Kleingartenkolonie POG einerseits, der Führung des sogenannten Generalszugs als Verbindung von Kreuz- und Schöneberg andererseits festgehalten wird − dreieckig vermutlich − und kann sich offenbar nicht auch noch um Schutz und Erhalt irgendwelchen Wildwuchses bekümmern.

Wäldchenrand 02

Wäldchenrand

Obwohl sich die Einladung zur NER-Eröffnung vornehmlich an Kinder richtet, ihren Spielraum „in Besitz zu nehmen“, sollten auch interessierte Erwachsene nicht versäumen, die Eröffnung dieser „zweiten anwohnerorientierten Fläche“ auf dem Gelände der Parkbaustelle zu begutachten. (Wo war noch gleich die erste?) Und gerade, wenn Sie längere Zeit nicht da gewesen sein sollten, dürfte auch Ihr Staunen groß ausfallen. − Dazu werden auch Speisen & Getränke bereitgestellt!

Also nix wie hin: Demokratische Beteiligung erfordert Anwesenheit!

Panorama 02

Vor dem Park kommt die tabula rasa

Die Denkmalschützer reiten wieder

BürgerInnen-Inititative Bäume für Kreuzberg

Marginalisierung von BürgerInnenbeteiligung auch am Alfred-Döblin-Platz

Granitblöcke

Granitblöcke von Blanc, Scheidel & Koll.

Nachdem im Frühjahr einem sogenannten konkurrierenden Gutachterverfahren drei unterschiedlich grauslige Gestaltungskonzepte für den Alfred-Döblin-Platz in SO36 entsprungen waren, konnten die AnwohnerInnen auf zwei Bürgerversammlungen sowie anlässlich der Ausstellung der drei Entwürfe (im dort ausliegenden Gästebuch sowie per Mail) Vorschläge, Kritik und Anregungen einbringen. Das Konzept des Planungsbüros Blanc, Scheidel und Kollegen mit seinen wuchtigen Granitblöcken nebst Wegweisern auf die Stadtschlösser von Berlin und Dresden (!) fand bei den BürgerInnen am allerwenigsten Anklang.

Dennoch setzte sich das Entscheidungsgremium, in dem VertreterInnen von Senat, Bezirk und Michaelisgemeinde, aber keine aus der Bevölkerung Sitz und Stimme hatten, über diese dezidierte Ablehnung hinweg und kürte eben diesen Blanc & Scheidel-Entwurf trotz seiner auch von den EntscheiderInnen einbekannten Schwächen zum Sieger. Da die für seine Umsetzung erforderlichen Mittel ebenfalls aus dem Senatsförderprogramm „Städtbaulicher Denkmalschutz“ stammen, kann diese Ignorierung des BürgerInnenwillens nicht weiter verwundern.

Die rigiden Anforderungen und unverhandelbaren Rahmenbedingungen einer orthodoxen Denkmallobby, an die die Befürwortung einer Mittelvergabe aus besagtem Förderprogramm jeweils geknüpft wird, erweisen sich einmal mehr mit den Freizeit- und Erholungsbedürfnissen der AnwohnerInnen, ihren Anforderungen an die Gestaltung ihres Wohnumfelds sowie nicht zuletzt mit den Erfordernissen von Stadtnatur und -ökologie als unvereinbar. − Deshalb befürworten die BürgerInnen inzwischen auch einen generellen Verzicht auf Mittel aus diesem Topf, solange nicht von dieser starr historisierenden, unzeitgemäßen, BürgerInenbeteiligung regelmäßig zum Feigenblatt degradierenden Interpretation von Denkmalpflege abgerückt wird.

Kommt am Freitag, 19. Juni, 17:30 Uhr zur
BürgerInnen-Versammlung in die Michaeliskirche!

Am kommenden Freitag ab 17:30 Uhr findet nun eine weitere BürgerInnen-Versammlung in der Michaeliskirche, Waldemarstr. 8-10 statt, wo der überarbeitete Sieger-Entwurf der Öffentlichkeit abschließend vorgestellt werden soll. Dabei sollen die Anregungen der BürgerInnen in die endgültige Gestaltung der von ihnen abgelehnten Planung einfließen.

Wir bitten um Euer zahlreiches Kommen, um diesen neuen Versuch, im Interesse von Mitteln aus dem Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ BürgerInnenbeteiligung zur Farce werden zu lassen, noch zu vereiteln!

Wegweiser

Wegweiser zu den Schlössern...

Schadensbegrenzung

Injektionen an der Waterloobrücke

Gewebeschalung

Strumpfartige Gewebeschalungen

Derzeit wird an der Ufermauer nahe Waterloobrücke in Kreuzberg die Beseitigung einer der neuen − oder sagen wir lieber, neu entdeckten − Schadensfälle in Angriff genommen [siehe auch hier]. Bei der Art der Uferbefestigung handelt es sich übrigens nicht um die 120 Jahre alte Regelbauweise, und bei der unteren „Steinlage“, die dort so angefressen aussieht, auch nicht um Steine, wie es zunächst hieß (und Laien schon auf Hilfshypothesen wie „Steinläuse“ oder „Mauerspechte“ geführt hatte), sondern um ein „altes Betonband“, was die Art der Korrosionsschäden nun endlich hinreichend erklärt.

Schläuche für Tonverfüllung

Schläuche für Verfüllung der Tonsuspension

Die durchs Treiben von „Kleinnagern“ verursachten Hohlräume hinter der Wand sollen von der Spezialfirma für Injektionsarbeiten, DMI,  mit einem garantiert umweltverträglichen Verpressmörtel (Betec 040) geschlossen werden, wobei der Mörtel in eine „Gewebeschalung“ − das sind die weißen „Strümpfe“ im Bild oben − gefüllt wird, damit er nicht ins Irgendwo dringe, sondern nur die Uferwand von rückwärts stabilisiere. In einem nächsten Schritt werden laut zuständigem WSA-Mitarbeiter „weitere Hohlräume“ mit einer Tonsuspension (durch die schwarzen Schläuche im Bild) verfüllt.

Learning by doing

Injektionsversuch 02

Erster Injektionsversuch...

Bei Phase 1 erwies sich jedenfalls einmal mehr aller Anfang als schwer. Kaum hatte es heute (10.6.) erstmals „Mörtel marsch!“ geheißen, versteifte sich schon nach kurzer Zeit der vom Mischer auf der Brücke bis hinunter zu den Einfüllstutzen in den Gewebeschalungen reichende Schlauch stangenhart, bevor er mit einem lauten Knall zerplatzte. Es half nichts: Schlauch und Mischung mussten entsorgt und alles noch mal auf Anfang gestellt werden.

Geplatzt

...geplatzt!

Erst hieß es zwar, die Körnung sei mit 4 mm zu grob gewählt und eine feinere auch ohne Stabilitätsverlust verwendbar, doch wurde dies inzwischen vom Bauleiter revidiert: Der Schlauch verjünge sich an einer Stelle; dies habe einen „Stopper“ und anschließenden Überdruck erzeugt, dem der Schlauch nicht gewachsen war. Das sei aber durchaus nichts Besonderes, käme schon mal vor und dass sich dabei eine gehörige Menge des Mörtels in den Kanal ergoss, sei völlig unbedenklich. Über Konsequenzen, die aus dem Vorfall zu ziehen wären, um ähnliches künftig zu vermeiden, etwa eine Druckregulierung, waren keine Auskünfte zu erhalten.

Mörtelwolke

Mörtelwolke im Kanal

Doch gerade darum geht es: Das Pumpen von Beton bzw. Mörtel ist sicher nicht ganz ohne, und in diesem speziellen Fall die Mischung mit dem richtigen Druck durchs Nadelöhr des Stutzens in die Gewebeschläuche zu befördern, bestimmt nicht einfach. Und selbstverständlich passieren Fehler, aber wenn genau diese auch noch öfters vorkommen, dürfen wir in so einem sensiblen Bereich wie der Arbeit an und in einem Gewässer wohl hoffen, dass jetzt entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. − Von diesen Erfahrungen jedenfalls kann das WSA für die weiteren Arbeiten am LWK − namentlich die Mauersanierung in situ − viel lernen!

Nun muss darauf geachtet werden, dass sich durch die Stabilisierung von hinten die Mauersteine nicht nach vorne verschieben, und wir sind gespannt, wie bzw. wohin die Verfüllung der „weiteren Hohlräume“ mit der Tonsuspension verläuft.

Harzinjektion

Harzinjektion

Nachtrag vom 11.6.: Heute sind die Injektionsarbeiten gut und ohne weitere Panne verlaufen. Säcke mit Ton sind inzwischen angeliefert und wenn nichts dazwischen kommt, kann die Uferstabilisierung nahe Waterloobrücke morgen (12.6.) abgeschlossen werden.

2. Nachtrag vom 12.6.: Nein, ganz so schnell doch nicht! Der Mörtel wurde inzwischen verfüllt, das korrodierte Betonband ausgebessert, doch bevor die Tonsuspension zur Verfüllung weiterer Hohlräume in jene schwarzen Schläuche fließt [siehe 2. Foto von oben], wird noch mittels Verpresslanzen (links im Bild) ein Injektionsharz (Carbo Pur) zur Verfestigung/Abdichtung des Bereichs hinter der Ufermauer eingebracht. − Nächste Woche geht’s weiter. Und wer’s noch genauer wissen will, lese den aktuellen WSA-Newsletter

Waterloobrücke

Unter der Waterloobrücke

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