17. Mai, 2013 um 1:46 (A & E, Baumschutz, Bezirke, Fördermittel, Freiraumplanung, Klima, Nachhaltigkeit, Partizipation, Veranstaltung)
Tags: Bautzener Brache, Bautzener Strasse, Schoeneberg
[Update, 17.5.: Nun hat das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg offenbar seinen Nebenkriegsschauplatz gefunden, spricht in einer Pressemitteilung − hatte es nicht kleiner − von einem "Tiefpunkt demokratischer Unkultur", da sich die sonst von BürgerInnenbeteiligung eher fernhaltenden Migranten, die in dieser weiteren puren Alibi-Veranstaltung am 14.5. nun endlich ebenfalls und unmissverständlich ihre Haltung gegen die Verbauung ihres Kiezes kundtaten, die Etikette verletzten. − Seltsamerweise haben von der ominösen Gewaltandrohung nur der Investor und die Pro-Bauen-Fraktion mitbekommen. Dass jedoch die vorgestellte Planung nicht als Quartierserweiterung, sondern als eine Bedrohung des Kiezes wahrgenommen wird und vielmehr eine jahrzehntelange, absolut unzureichende Partizipation den sozialen Frieden gefährdet, sollte den Verantwortlichen deutlich geworden sein und in ganz anderer Weise zu denken geben. Deren Handhabung von BürgerInnenbeteiligung ist vielmehr Auswuchs "demokratischer Unkultur"! − Gerne suchen wir das Gespräch auch mit den migrantischen KiezbewohnerInnen über diesen jetzt hochgejazzten Vorfall [damit's kein Missverständnis gibt: "Vorfall" meint ihren nur kurzen Auftritt, gipfelnd im "Wir sind bereit, unsere Straße zu verteidigen!"], denken aber nicht im Traum daran, uns von ihrem Auftritt zu distanzieren, aus dem schließlich nur ihre allzu begründete Furcht vor Verdrängung spricht! − Beredt auch diese zeitverzögerte amtliche Empörung: Wäre es nicht vornehmste Aufgabe des Moderators gewesen, die Situation zu klären? Was heißt denn noch gleich Moderieren ?]
Turbulente “Anwohnerversammlung”
Weitere Beteiligungsfarce zur Bautzener Brache
Die Argumente Für und Wider Bebauung der Bautzener Brache in Schöneberg sind bekannt und zigmal ausgetauscht [siehe auch hier oder hier]. Dennoch wurde die im Grunde nur minimal modifizierte Collignon-Planung von sieben „kartonförmigen“ Wohngebäuden (so ein Anwohner) auf der von der grünen BVV-Fraktion initiierten Anwohnerversammlung am 14.5. nicht auf neutralem Boden, wie zunächst angekündigt, sondern im BVV-Saal des Rathaus Schöneberg − also auch noch als Heimspiel − zum vierten oder gar fünften Mal abgespult.

Tranpis vorm Rath. Schönebg. vor Anwohnervers. Bautzener Brache, 14.05.13
Vergeblich hatten BürgerInnen, inzwischen in der Initiativgruppe Stadtplanung von unten (IG SVU) organisiert, eine Einwohnerversammlung beantragt, um erneut einen Versuch zu starten, endlich eine ergebnisoffene Diskussion zu führen, die auch die Nullvariante, den Verzicht nicht nur auf HELLWEG-Semers Projekt, sondern jedwede Bebauung des ehemaligen Bahngeländes einschließt −, zeigt doch schon ein flüchtiger Blick auf die Karte, dass die Fläche in Gänze und nicht nur mit ihrer südlichen Hälfte integraler Bestandteil des Grünstreifens entlang des Bahngrabens ist, über die Yorckbrücken mit dem Gleisdreieck-Ostpark verbunden. Den Rest des Beitrags lesen »
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22. April, 2013 um 4:42 (A & E, Baumschutz, Bezirke, Denkmalschutz, Freiraumplanung, Gruenflaechenpflege, Nachhaltigkeit, Partizipation, Termin, Umweltverbände, Wald)
Tags: Artenschutz, Atelier Loidl, Bahnbrache, Baumschutz, Biotopschutz, Flaschenhalspark, Gruen Berlin, Ruderalvegetation, Schoeneberg, Stadtwald
BürgerInnenvorschläge überwiegend ignoriert
Bericht von einem Ortstermin
Die Rodungsarbeiten im sog. Flaschenhals südlich der Yorckstraße, um auch diesen Teil einer einst einzigartigen Bahnbrachenlandschaft barrierefrei nicht nur für Gehbehinderte und SenorInnen, sondern auch für den Fernradverkehr nach Leipzig zu erschließen, wurden noch außerhalb der Vegetations- und Brutperiode zu Ende gebracht. Im unbelaubten Zustand erscheinen Vorwald und Wäldchen jetzt sehr licht. Allein über sechzig Bäume , die der Baumschutzverordnung unterlagen, wurden entnommen.

Aufbruch von unter der Monumentenbrücke | zum Vergrößern bitte jeweils anklicken!
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2. Dezember, 2012 um 20:42 (Baumschutz, Bezirke, Freiraumplanung, Klima, Nachhaltigkeit, Partizipation, Umweltverbände, Urban Gardening)
Bautzener Brache muss Grünfläche bleiben!
Der Investor bzw. sein Architekt hatten auf ihrer vom Bezirk organisierten Bürgerinformationsveranstaltung das große Wort und konnten über transparente Bauweise, erschwingliche Mieten, Kiez-Erweiterung und dergleichen schwadronieren: bei den wirklich Planungsbetroffenen, nämlich der Bestandsbevölkerung, die hier seit Jahr und Tag ihre Heimat hat, von der manch eineR extra hergezogen ist wegen des besonderen Charmes der eisenbahngeprägten Stadtlandschaft, eingefasst von wildgewachsener Natur, mit Nachtigallenschlagen und S-Bahnrattern −, bei den AnwohnerInnen überwog bei weitem Skepsis.

BUND-Veranstaltung Bautzener Brache
[Update: Am 3.12. hat der BUND ein Schreiben mit detailliertem Kartenmaterial an die Bezirksverordneten gesandt und das im Bautzener Kiez plakatierte Resümee der Veranstaltung.]
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29. Oktober, 2012 um 16:35 (Baumschutz, Bezirke, Freiraumplanung, Klima, Nachhaltigkeit, Partizipation, Umweltverbände, Unternehmensverantwortung, Veranstaltung)
Tags: Bautzener Brache, Buergerbeteiligung, BVV, Collignon, FNP, Hellweg, Kiez, LaPro, Tempelhof-Schoeneberg
BürgerInnen “Kiezerweiterung” präsentiert
Echte Beteiligung nur mit Nullvariante
Nachdem das Wohnungsbauprojekt auf dem nördlichen Teil der klandestin privatisierten Bautzener Brache, mit dem sich, wie erst seit kurzem klar, HELLWEG-Inhaber Reinhold Semer trägt, vor einigen Wochen dem Stadtplanungsausschuss der Tempelhof-Schöneberger BVV vorgestellt worden ist, waren vergangenen Donnerstag (25.10.) die BürgerInnen dran.
Der Vorhabenträger, der also doch nicht Schröder heißt, hatte in den Saal der evangelischen Kirchengemeinde in der Bülowstraße geladen, und ca. sechzig Interessierte erschienen, allerdings ein erklecklicher Teil von Berufs wegen: Verwaltungsmitarbeiter- und PlanerInnen. Unter den von der Planung im doppelten Sinn betroffenen AnwohnerInnen fanden sich auch einige schweigsame Bezirksverordnete quer durch die Fraktionen sowie VertreterInnen verschiedener Naturschutzverbände.
Alles auf Anfang!
Die Baustadträtin des Bezirks, Dr. Sibyll Klotz (Grüne), eröffnete die Veranstaltung, doch noch ehe sie nach kurzem Intro das Wort so richtig an den [nun wieder von der Wolfgang Schröder GmbH] beauftragten Architekten Oliver Collignon übergeben konnte, ergriff es ein Vertreter des BUND, stellte sich als Stadtplaner vor und erkundigte sich nach dem Charakter dieses Termins, mit allem Nachdruck aber nach dem Stadium, worin sich dieses Planungsverfahren überhaupt befände.

Das Publikum
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4. Mai, 2012 um 23:01 (Baumschutz, Bezirke, Gruenflaechenpflege, Partizipation, Veranstaltung)
Tags: Artenschutz, Baumpflege, Baumschutzverodnung, Erhaltungspflicht, Naturschutz, Naturschutzrecht, Verkehrsicherungspflicht, Vermeidungsgebot
Der 1. Lichtenberger Baumschutzkonferenz 2. Teil
[Hinweis: Falls tl;dr, scrollen Eilige bitte gleich zum Fuß des Beitrags und verwandeln durch Anklicken eins der Fotos die Galerie zur Slideshow.
Update: Eine weitere Auswertung der Workshops findet sich hier.
Und hier geht's zu Teil I...]
Der dritte Vortrag am Freitag vor einer Woche (27.4.) führte mitten in die Praxis. Unterm Titel „Problemlagen und Grenzen der Baumpflege aus verschiedenen Blickwinkeln“ erläuterte der Baumsachverständige, Dr. Michael Barsig, insgesamt sechs Thesen, wovon die erste lautete
1. Baumpflege fängt von unten an
Als Beispiel für falsche Baumwahl in Hinblick auf die Wurzeleigenschaften mussten als klassische Flachwurzler die Birkenpappeln in der Kohlfurter Straße in Kreuzberg dienen, deren Presswurzelbildung gerade bei zu hoher Unterbodenverdichtung und weniger verdichteter, sauerstoffreicherer Tragschicht zu Wurzelaufdruck und damit zu Oberflächen-, in diesem Fall Gehwegschäden führen. Den Rest des Beitrags lesen »
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25. Februar, 2012 um 3:52 (Baumschutz, Bezirke, Denkmalschutz, Freiraumplanung, Nachhaltigkeit, Partizipation, Veranstaltung)
Tags: Baumfaellung, Gentrifizierung, Kreuzberg, Schöneberg, Wohnungsbau
Rückblick nach vollendeten Tatsachen
Partizipationsfail
[Update 27.3.: Seit heute, also gerade mal fünf Wochen später, sind auch die Präsentation von UTB, ROBERTNEUN™ und Atelier Loidl sowie eine bezirksamtliche Dokumentation der sogenannten Beteiligungsveranstaltung online verfügbar.] − [Update 15.4.: Und hier das Tondokument...]
Obgleich in der von Baustadträtin Dr. Sibyll Klotz (B’90/Die Grünen) als „Beteiligungsveranstaltung“ deklarierten Bürgerversammlung am vergangenen Dienstag (21.2.), wie berichtet, die übergroße Mehrheit der BürgerInnen ihre Unzufriedenheit sei’s mit dem gesamten Bauvorhaben, das die Eylauer Straße an der Grenze von Kreuz- und Schöneberg verbauen soll, sei’s mit der bereits genehmigten Kopfbebauung entweder selbst kundtaten oder vorgebrachter Kritik anhaltend applaudierten, und sich sage & schreibe nur ein einziger Anwohner (aus der Dudenstraße) positiv dazu äußerte, wurde gestern und heute − mit dem Zerstörungswerk jeweils vor Sonnenaufgang beginnend − alles gerodet, was nach Baum oder Strauch aussah. Noch bevor die Rechtslage, deren amtliche Auslegung nicht nur von AnwohnerInnen nachdrücklich angezweifelt wird, endgültig geklärt ist, werden auch über das zu bebauen genehmigte Areal hinaus Bäume gefällt, irreversibel Fakten geschaffen und leichtfertig gleich mehrere Schutzgüter: Mensch, Tier, Pflanze, Luft und (Mikro-)Klima, in unterschiedlichem Maße verletzt.

Podium mit Baustadträtin Sibyll Klotz
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23. Februar, 2012 um 22:53 (Baumschutz, Bezirke, Denkmalschutz, Freiraumplanung, Nachhaltigkeit, Partizipation, Veranstaltung)
Tags: Baumfaellung, Gentrifizierung, Kreuzberg, Schoeneberg, Wohnungsbau
Altbaum-Allee in Nacht- und Nebelaktion gefällt
Umstrittenes Bauvorhaben wird durchgepeitscht
Auf der proppenvollen Bürgerinformationsveranstaltung am Dienstag (21.2.) tönte Investor Bethges von UTB: „Wir [sc. die Privatunternehmer] sind doch die einzigen, die noch Wohnungen bauen!“ Zuvor hatte die neue Baustadträtin von Tempelhof-Schöneberg, Dr. Sibyll Klotz (B’90/Grüne), gegenüber der mehrheitlich mit den fertigen Planungsentwürfen absolut unzufriedenen „Bestandsbevölkerung“ bedauert, dass es von Seiten des Landes und der öffentlichen Hand keinerlei Wohnungsbau mehr gebe, auch keinerlei Instrumente, für bezahlbaren Neubau zu sorgen, und dass nun ihr Bezirk keine weiteren baurechtlichen Möglichkeiten hinsichtlich Ausführung der Kopfbauten des Projekts „Wohnen am Lokdepot“ mehr habe.

Zerstört
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