BaumschützerInnen-Info vom 02.05.08
Ebenso wenig wie Baumerhalt interessiert Köhne BürgerInnenbeteiligung
Die BVV beschloss Fällstopp, Einzelfallprüfung und vor allem BürgerInnenbeteiligung, nämlich die Einsetzung einer paritätisch aus BürgerInnnen- und AmtsvertreterInnen zusammengesetzten Arbeitsgruppe, das sog. Baumgremium, das in strittigen Fällen einen unabhängigen Gutachter hinzuziehen sollte. Vierzig Prozent schon todgeweihter Bäume konnten von der Fällliste geholt werden; BürgerInnen boten Baumpatenschaften an, spendeten Geld, pflanzten in Eigenregie ein Dutzend Bäume, ja auf Grund ihres Protests machte der Senat sogar kürzlich 160.000 Euro für Baumpflanzung locker… das Ganze hätte in eine Erfolgsgeschichte münden können —, doch da war der Bürgermeister vor. Köhne sah seine Entscheidungen überprüft, hinterfragt, in Zweifel gezogen und also seine Macht beschnitten und reagierte mit Diffamierung, Einschüchterung, Kriminalisierung der sich für ihre Bäume engagierenden BürgerInnen.
Die Grünen hatten Rederecht für Heiner Funken vom Bürgerverein Gleimviertel und den Geschäftsführer des Berliner BUND, Andreas Jarffe, beantragt, und da auch die CDU-Fraktion einer Anwohnerin das Wort erteilte, entfielen von den zehn Minuten Redezeit auf jede(n) exakt 3 min, 20 sec.